TU Wien:Analysis VU (diverse)/Übungen 2026S/Beispiel 13

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Sei (cn)n∈ℕ eine beliebige reelle Folge. Man zeige, dass es zwei beschränkte Folgen (an)n∈ℕ, (bn)n∈ℕ gibt, die cn=anbn für alle n∈ℕ erfüllen.

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Lösung (von Prof. Länger)

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cn=cn|cn|+11|cn|+1

Folgen reeller Zahlen

Siehe auch Hilfe:Analysis#Analysis VU (diverse)/Übungen 2026S/Beispiel 13.

Beschränktheit

Beschränktheit von Folgen und Reihen:

  • ⟨xn⟩n∈ℕ heißt nach {obenunten} beschränkt ⟺∃a∈ℝ∀n∈ℕ:{xn≤aobere Schrankexn≥auntere Schranke
  • ⟨xn⟩n∈ℕ heißt beschränkt, wenn diese sowohl nach unten, als auch nach oben beschränkt ist.
Grenzwert

Eine reelle Zahl a heißt Grenzwert (oder Limes) der Folge (an)n≥0, falls in jeder ϵ-Umgebung von a fast alle Folgenglieder an liegen, d.h., falls

∀ϵ>0∃N(ϵ)∈ℕ∀n>N(ϵ):|an−a|<ϵ   (Definition 4.4)

Konvergenz von Folgen

Konvergenzeigenschaften von Folgen:

  1. Jede konvergente Folge ist beschränkt.
  2. Eine monotone Folge ist genau dann konvergent, wenn sie beschränkt ist.
    In ℝ (aber z.B. nicht in ℚ!) gilt:
    • an↗:limn→∞an=sup(an)n∈ℕ
    • an↘:limn→∞an=inf(an)n∈ℕ
  3. lim⁡xn=x,lim⁡yn=y⟹{lim⁡(xn±yn)=x±ylim⁡(xn⋅yn)=x⋅ylim⁡(xnyn)=xyyn,y≠0
Vollständige Induktion
Vollständige Induktion[Bearbeiten, Wikipedia]
  1. Induktionsanfang (IA)
  2. Induktionsschritt (IS): Induktionsvoraussetzung (IV) ⇒ Induktionsbehauptung (IB)

Lösungsvorschlag von Har203

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--Har203 13:12, 7. Mär. 2026 (CET)

Seien die beiden Folgen ⟨an⟩∈ℝ und ⟨bn⟩∈ℝ


Wir definieren:


(an,bn)={(cn,1), wenn cn∈[−1,1],(1,1cn), wenn cn∈(1,+∞),(1,1cn), wenn cn∈(−∞,−1)


Es gilt cn=anbn und die Folgen sind im Bereich an∈[−1,1], und bn∈(−1,1]. Das heißt, dass beide Folgen beschränkt sind.


Folgende Werte können die Folgen ⟨an⟩ bzw. ⟨bn⟩ annehmen:

1.Fall:an∈[−1,1],bn=1,2.Fall:bn∈(0,1),an=13.Fall:bn∈(−1,0),an=1


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