TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 526

Aus VoWi
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sei V=ℂ3, U={(z1,z2,z3)∈V|z1=2z2=3z3}, W={(z1,z2,z3)∈V|z2=0}. Zeigen Sie, daß U und W Teilräume von V sind und bestimmen Sie deren Dimension.

Dieses Beispiel hat einen unbekannten Lösungsstatus. Bitte editiere diese Seite und schreibe den dir bekannten Status ins Beispiel. Die möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert. Führe folgende Änderung durch:
{{Beispiel|1=
Angabetext
}}

oder

{{Beispiel|
Angabetext
}}

zu (im Falle einer korrekten, unverifizierten Lösung "solved". Auch möglich "unsolved", "wrong", "verified_by_tutor". Alle möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert.)

{{Beispiel|status=solved|1=
Angabetext
}}


Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]

Sei ⟨U,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈U,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)

Lösung von Baccus

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(wurde vom UE-Leiter so ähnlich vorgerechnet)

Zeige Unterraumkriterien für U:

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • U ist nicht leer: Gegenbeispiel (000)∈U√
  • Additivität:
Sei x→=(x1x1/2x1/3), y→=(y1y1/2y1/3)
⇒x→+y→=(x1x1/2x1/3)+(y1y1/2y1/3)=(x1+y1x1/2+y1/2x1/3+y1/3)=(x1+y112(x1+y1)13(x1+y1))∈U√
  • Homogenität:
λx→=(λx1λx1/2λx1/3)=(λx112λx113λx1)∈U√

⟹U ist Unterraum von V.

Zeige Unterraumkriterien für W:

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • W ist nicht leer: Gegenbeispiel (000)∈W√
  • Additivität:
(x10x3)+(y10y3)=(x1+y10x3+y3)∈W√
  • Homogenität:
λx→=(λx10λx3)=∈W√

⟹W ist Unterraum von V.

Dimension von U

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Basis von U ist z.B. (11/21/3); der gesamte Teilraum U⊂ℂ3 kann also von λ(11/21/3) erzeugt werden, hängt also nur von einer Variablen ab ⟹dim⁡U=1.

Dimension von W

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kanonische Basis von W ist (100), (001); der gesamte Teilraum W kann also von λ(100)+μ(001) erzeugt werden, hängt also von zwei Variablen ab ⟹dim⁡W=2.

Baccus 01:56, 19. Jan 2007 (CET)

Vektorraum
Vektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.02 Definition]

Sei (V,+) eine abelsche Gruppe und K ein Körper. (V,+,K) heißt Vektorraum, wenn ∀x→,y→∈V,∀λ,μ∈K folgendes gilt:

  1. λ⋅(x→+y→)=λx→+λy→
  2. (λ+μ)⋅x→=λx→+μx
  3. (λ⋅μ)⋅x→=λ⋅(μx→)
  4. 1⋅x→=x→
Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]

Sei ⟨U,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈U,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)

Zur Überprüfung, ob eine nicht leere Teilmenge U von V einen Unterraum bildet, muss man nur untersuchen, ob zu je zwei Vektoren x→,y→∈U und λ∈K auch (x→+y→) und (λ⋅x→)∈U.

Dimension
Dimension[Bearbeiten, Wikipedia, 3.17 Definition]

Die Dimension eines Vektorraums bezeichnet die Anzahl der Vektoren in jeder Basis von ihm. (Alle Basen eines Vektorraums enthalten dieselbe Anzahl von Vektoren.)

Lösungsvorschlag von Har203

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sei V=ℂ3,U={(z1,z2,z3)∈V∣z1=2⋅z2=3⋅z3},W={(z1,z2,z3)∈V∣z2=0}.

Zeigen Sie, dass U und W Teilrāume von V sind und bestimmen Sie deren Dimension.


Zur Überprüfung, ob eine nicht leere Teilmenge U von V einen Unterraum bildet, muss man nur untersuchen, ob zu je zwei Vektoren x→,y→∈U und λ∈K auch (x→+y→) und (λ⋅x→)∈U.

U ist eine nicht leere Menge, da der Nullvektor 0V→∈U mit z1=2⋅z2=3⋅z3=0.

Seien x→=(x1,x2,x3) und y→=(y1,y2,y3) zwei Vektoren aus U. Wir müssen zeigen, dass U bezüglich der Addition und der Skalarmultiplikation abgeschlossen ist. Es muss gelten :

x→,y→∈U⟹(x→+y→)∈U und (λ⋅x→)∈U mit λ∈C.
  • Vertäglichkeit bezüglich der Addition:
x→,y→∈U⟹ es gilt x1=2⋅x2=3⋅x3 und y1=2⋅y2=3⋅y3⟹z→=x→+y→=(x1+y1,x2+y2,x3+y3)⟹(x1+y1)=2⋅(x2+y2)=3⋅(x3+3⋅y3)⟹z→∈U.
  • Vertäglichkeit bezüglich der Skalarmultiplikation:
λ∈ℂ,x→∈U⟹λ⋅x→=λ⋅(x1,x1,x3)=(λ⋅x1,λ⋅x2,λ⋅x3)⟹ da x→∈U gilt x1=2⋅x2=3⋅x3 und es gilt λ⋅x1=2⋅λ⋅x2=3⋅λ⋅x3⟹(λ⋅x→)∈U.
  • ⟹U ist Unterraum von V
  • Dimension von U mit der Formel: z1=2⋅z2=3⋅z3:

Sei z1∈ℂ, dann gilt z2=12⋅z1 und z3=13⋅z1. D.h. wir haben nur eine einzige Wahlmöglichkeit für die drei Koordinaten z1 und z2 und z3 leiten sich daraus ab. Als Lösungsraum können wir nur einen linear unabhängigen Vektor aufstellen. Wir wählen die erste Koordinate z1 frei und erhalten die abgeleiteten Koordinaten z2,z3. D.h. unsere Lösungen sind alle auf einer Geraden mit dem Vielfachen z.B. des Vektors

x→=(6,3,2).

D.h. die Dimension von U:dim⁡(U)=1.

W ist eine nicht leere Menge, da der Nullvektor 0V→∈W mit z2=0.

Seien x→=(x1,x2,x3) und y→=(y1,y2,y3) zwei Vektoren aus W. Wir müssen zeigen, dass W bezüglich der Addition und der Skalarmultiplikation abgeschlossen ist. Es muss gelten :

x→,y→∈W⟹(x→+y→)∈W und (λ⋅x→)∈W mit λ∈C.
  • Vertäglichkeit bezüglich der Addition:
x→,y→∈W⟹ es gilt x2=0 und y2=0⟹z→=x→+y→=(x1+y1,x2+y2,x3+y3)⟹(x2+y2)=0⟹z→∈W.
  • Vertäglichkeit bezüglich der Skalarmultiplikation:
λ∈ℂ,x→∈W⟹λ⋅x→=λ⋅(x1,x1,x3)=(λ⋅x1,λ⋅x2,λ⋅x3)⟹ da x→∈W gilt x2=0 und es gilt λ⋅x2=0⟹(λ⋅x→)∈W.
  • ⟹W ist Unterraum von V
  • Dimension von W: mit der Formel:z2=0:

Wir können zwei linear unabhängige Vektoren aufstellen. Die dritte Komponente x2 muss immer x2=0 sein. Als Lösungsraum erhalten wir eine Ebene. Wir können diese Ebene z.B. durch die beiden nachstehenden Vektoren aufspannen. Wir wählen die erste und die letzte Koordinate frei, aber so dass diese beiden Vektor nicht voneinander linear abhängig sind und es muss gelten x2=0.

x→=e1→=(1,0,0) und y→=e3→=(0,0,1).

D.h. die Dimension von W:dim⁡(U)=2. ◼

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele: