TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 525

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Sei V=ℂ3, U={(z1,z2,z3)∈V|z1−z2=z3}, W={(z1,z2,z3)∈V|z2=z1}. Zeigen Sie, daß U und W Teilräume von V sind und bestimmen Sie deren Dimension.

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Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]

Sei ⟨U,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈U,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)

Lösung von mathematica4

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Dass U und W Teilräume von V sind, zeigt man mit den Unterraumkriterien:

- U und W sind nicht leer

(xyz)∈U

- Additivität

x→+y→∈U,W

- Homogenität

λx→∈U,W

Anwendung der Unterraumkriterien für U:

U ist nicht leer, denn der Nullvektor ist zum Beispiel enthalten

(000)∈U

Additivität

Sei

x→=(x1−x2x3)


y→=(y1−y2y3)

Dann ist

x→+y→=(x1−x2x3)+(y1−y2y3)=(x1+y1−x2+−y2x3+y3)=(x1+y1−−x2−y2x3+y3)∈U

Homogenität

λx→=(λx1λ−x2λx3)∈U

⟹ U ist ein Teilraum von V

Anwendung der Unterraumkriterien für W:

W ist nicht leer, denn der Nullvektor ist zum Beispiel enthalten

(000)∈W

Additivität

Sei

x→=(x1x1x3)


y→=(y1y1y3)

Dann ist

x→+y→=(x1x1x3)+(y1y1y3)=(x1+y1−x2+−y2x3+y3)=(x1+y1−−x2−y2x3+y3)∈W

Homogenität

λx→=(λx1λx1λx3)∈W

⟹ W ist ein Teilraum von V

Dimension von U |(101),(01−1)|=2

Dimension von W |(110),(001)|=2

Vektorraum
Vektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.02 Definition]

Sei (V,+) eine abelsche Gruppe und K ein Körper. (V,+,K) heißt Vektorraum, wenn ∀x→,y→∈V,∀λ,μ∈K folgendes gilt:

  1. λ⋅(x→+y→)=λx→+λy→
  2. (λ+μ)⋅x→=λx→+μx
  3. (λ⋅μ)⋅x→=λ⋅(μx→)
  4. 1⋅x→=x→
Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]

Sei ⟨U,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈U,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)

Zur Überprüfung, ob eine nicht leere Teilmenge U von V einen Unterraum bildet, muss man nur untersuchen, ob zu je zwei Vektoren x→,y→∈U und λ∈K auch (x→+y→) und (λ⋅x→)∈U.

Dimension
Dimension[Bearbeiten, Wikipedia, 3.17 Definition]

Die Dimension eines Vektorraums bezeichnet die Anzahl der Vektoren in jeder Basis von ihm. (Alle Basen eines Vektorraums enthalten dieselbe Anzahl von Vektoren.)

Lösungsvorschlag von Har203

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Sei V=ℂ3,U={(z1,z2,z3)∈V∣z1−z2=z3},W={(z1,z2,z3)∈V∣z2=z1}.

Zeigen Sie, dass U und W Teilräume von V sind und bestimmen Sie deren Dimension.


Zur Überprüfung, ob eine nicht leere Teilmenge U von V einen Unterraum bildet, muss man nur untersuchen, ob zu je zwei Vektoren x→,y→∈U und λ∈K auch (x→+y→) und (λ⋅x→)∈U.

U ist eine nicht leere Menge, da der Nullvektor 0V→∈U mit z1−z2=z3≡0−0=0.

Seien x→=(x1,x2,x3) und y→=(y1,y2,y3) zwei Vektoren aus U. Wir müssen zeigen, dass U bezüglich der Addition und der Skalarmultiplikation abgeschlossen ist. Es muss gelten :

x→,y→∈U⟹(x→+y→)∈U und (λ⋅x→)∈U mit λ∈C.
  • Vertäglichkeit bezüglich der Addition:

x→,y→∈U⟹ es gilt x1−x2=x3 und y1−y2=y3⟹z→=x→+y→=(x1+y1,x2+y2,x3+y3)⟹⟹(x1−x2−x3)+(y1−y2−y3)=0⟹(x1+y1)−(x2+y2)=(x3+y3)⟹z→∈U.

  • Vertäglichkeit bezüglich der Skalarmultiplikation:

λ∈ℂ,x→∈U⟹λ⋅x→=λ⋅(x1,x1,x3)=(λ⋅x1,λ⋅x2,λ⋅x3)⟹ da x→∈U gilt x1−x2=x3 und es gilt λ⋅x1−λ⋅x2=λ⋅x3⟹(λ⋅x→)∈U.

  • ⟹U ist Unterraum von V
  • Dimension von U mit der Formel: z1−z2=z3:

Seien z1,z2∈ℂ, dann gilt z3=z1−z2. D.h. wir haben zwei Wahlmöglichkeit für die drei Koordinaten z1,z2 und z3 leitet sich daraus ab. Als Lösungsraum erhalten wir eine Ebene. Wir können diese Ebene z.B. durch die beiden nachstehenden Vektoren aufspannen.

Wir wählen die ersten beiden Koordinaten frei, aber so dass diese beiden Vektor nicht voneinander linear abhängig sind und erhalten die abgeleitete dritte Koordinate.

x→=(1,0,1) und y→=(0,1,−1).

Kontrolle der linearen Unabhängigkeit über die Matrix:A=(10101−1)

Wir haben wirklich zwei linear unabhängige Vektoren.

  • D.h. die Dimension von U:dim⁡(U)=2.

W ist eine nicht leere Menge, da der Nullvektor 0V→∈W mit z2=z1.

Seien x→=(x1,x2,x3) und y→=(y1,y2,y3) zwei Vektoren aus W. Wir müssen zeigen, dass W bezüglich der Addition und der Skalarmultiplikation abgeschlossen ist. Es muss gelten :

x→,y→∈W⟹(x→+y→)∈W und (λ⋅x→)∈W mit λ∈C.
  • Vertäglichkeit bezüglich der Addition:

x→,y→∈W⟹ es gilt x1=x2 und y1=y2⟹z→=x→+y→=(x1+y1,x2+y2,x3+y3)⟹⟹(x1−x2)+(y1−y2)=0⟹(x1+y1)=(x2+y2)⟹z→∈U.

  • Vertäglichkeit bezüglich der Skalarmultiplikation:

λ∈ℂ,x→∈U⟹λ⋅x→=λ⋅(x1,x1,x3)=(λ⋅x1,λ⋅x2,λ⋅x3)⟹ da x→∈U gilt x1=x2 und es gilt λ⋅x1=λ⋅x2⟹(λ⋅x→)∈U.

  • ⟹W ist Unterraum von V
  • Dimension von W mit der Formel: z1=z2:

Seien z1,z3∈ℂ, dann gilt z2=z1. D.h. wir haben zwei Wahlmöglichkeit für die drei Koordinaten z1,z3 und z2 leitet sich daraus ab. Als Lösungsraum erhalten wir eine Ebene. Wir können diese Ebene z.B. durch die beiden nachstehenden Vektoren aufspannen.

Wir wählen die erste und die letzte Koordinate frei, aber so dass diese beiden Vektor nicht voneinander linear abhängig sind und erhalten die abgeleitete dritte Koordinate z2.

x→=(1,1,0) und y→=(0,0,1).

Anmerkung: Diese beiden Vektoren sind sicher linear unabhängige Vektoren. Vom zweiten Vektor ausgehend kann ich weder x1 noch x2 erzeugen und vom ersten Vektor ausgehend kann ich y3 nicht erzeugen.

  • D.h. die Dimension von W:dim⁡(W)=2.

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Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]

Sei ⟨U,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈U,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)
Dimension
Dimension[Bearbeiten, Wikipedia, 3.17 Definition]

Die Dimension eines Vektorraums bezeichnet die Anzahl der Vektoren in jeder Basis von ihm. (Alle Basen eines Vektorraums enthalten dieselbe Anzahl von Vektoren.)

Lösung von Gittenburg

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U ist Teilraum von V

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  1. nicht leer, weil Nullvektor enthalten
  2. abgeschlossen bezüglich +
    (x1x2x1+x2)+(y1y2y1+y2)=(x1+y1x2+y2x1+x2+y1+y2)
  3. abgeschlossen bezüglich *, Verhältnisse bleiben bei Multiplikation gleich

W ist Teilraum von V

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  1. nicht leer, weil Nullvektor enthalten
  2. abgeschlossen bezüglich +
    (x1−x1x3)+(y1−y1y3)=(x1+y1−(x1+y1)x3+y3)
  3. abgeschlossen bezüglich *, Verhältnisse bleiben bei Multiplikation gleich

Dimension von U

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|(101),(011)|=2

Dimension von W

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|(1−10),(001)|=2

Wikipedia:

Ähnliche Beispiele: