TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 527
Sei die lineare Abbildung mit .
Bestimmen Sie Kern und sowie dim(Kern ).
Verifizieren Sie die Beziehung und bestimmen Sie die Matrix von f bezüglich der kanonischen Basis.
- Erweiterung der Angaben:
Bestimmen Sie zusätzlich den Rang von .
{{Beispiel|1=
Angabetext
}}
oder
{{Beispiel|
Angabetext
}}
zu (im Falle einer korrekten, unverifizierten Lösung "solved". Auch möglich "unsolved", "wrong", "verified_by_tutor". Alle möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert.)
{{Beispiel|status=solved|1=
Angabetext
}}
Verschoben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Beispielnummer habe ich von 530 auf 527 verschoben <Har203>.
Hilfreiches
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Allgemein gilt: Im mathematischen Teilgebiet der Algebra ist der Kern einer Abbildung die Menge der Elemente, die auf die 0 oder allgemeiner das neutrale Element abgebildet werden. Ist eine lineare Abbildung von Vektorräumen, dann heißt die Menge der Kern von f.
Lösung von scatmike
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach der Angabe würde also die lineare Abbildung aus R² folgendermaßen aussehen: (Beachte: der obere Teil bildet auf den unteren Teil mittels der Funktion f ab)
Da laut Angabe die Matrix f bezüglich der kanonischen Basis bestimmt werden soll formen wir den oberen Teil auf die Einheitsmatrix mittels Spalten Gauß um:
<italic>Im ersten Schritt multiplizieren wir die erste Spalte * 2 und subtrahieren diese von der zweiten Spalte. Im nächsten Schritt dividieren wir die zweite Spalte durch 3:
Jetzt haben wir die Matrix von f bezüglich der kanonischen Basis. Daraus können wir die Basis ablesen und den Kern(f) ausrechnen:
Kern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für den Kern folgendes Lineares Gleichungssystem lösen:
Das Ergebnis für den Kern sollte der Vektor sein. Dieser Vektor wird also auf , also das neutrale Element abgebildet.
Bild
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten](alles ohne Gewähr)
Die Basis von f kann man dann wie folgt in Parameterschreibweise schreiben:
Was fehlt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es fehlt noch wie man die Dimension Kern und den Rang der Abbildung bestimmen kann
Hilfreiches von Har203
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ist abgeschlossen bezüglich
- ist abgeschlossen bezüglich
- Als vereinfachte Schreibweise verwendet man für die Eigenschaft, dass Unterraum von ist. Man beachte, dass der ganze Raum und die Menge , die nur aus dem Nullvektor besteht, immer Unterräume von sind:
- , also dem Bild der Abbildung .
- Kern
- der Kern von . Er ist ein Untervektorraum von .
- Defekt
- Der Defekt einer Abbildung ist die Dimension vom Kern .
Formulierung für lineare Abbildungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ist eine lineare Abbildung von einem Vektorraum in einen Vektorraum , dann gilt für die Dimensionen der Definitionsmenge , des Kerns und des Bildes der Abbildung die Gleichung
- .
Mit den Bezeichnungen Defekt für die Dimension des Kerns und (Lineare Algebra) Rang (von engl. rank) für die Dimension des Bildes der Abbildung liest sich der Rangsatz als
- .
Der Satz gilt für Vektorräume beliebiger (auch unendlicher) Dimension.
Formulierung für Matrizen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jede lineare Abbildung zwischen endlich dimensionalen Vektorräumen lässt sich mithilfe einer Matrix darstellen (siehe Abbildungsmatrix). Umgekehrt definiert jede Matrix durch die Vorschrift eine lineare Abbildung. Aufgrund dieses engen Zusammenhangs zwischen linearen Abbildungen und Matrizen lässt sich der Rangsatz auch für Matrizen formulieren: Ist eine Matrix mit Zeilen und Spalten, so gilt
- ,
wobei der Kern und das Bild der Matrix ist. Die Dimension des Bildes einer Matrix ist ihr Rang. Bezeichnet man den Rang mit , so liest sich der Rangsatz als
- .
Lösungsvorschlag von Har203
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sei die lineare Abbildung mit .
Bestimmen Sie und sowie und den Rang von .
Verifizieren Sie die Beziehung und bestimmen Sie die Matrix von bezüglich der kanonischen Basis.
Wir müssen uns die Abbildung der kanonischen Basisvektoren, also und anschauen.
Der Basisvektor ist gegeben:
- .
Den Basisvektor können wir aus nachfolgender Linearkombination bilden:
- .
Wir berechnen nun die Abbildungen von : (
D.h. die Abbildung der Basisvektoren ist: und .
D.h. unsere Abbildungsmatrix sieht folgend aus:
Der Kern der Abbildung sind jene Vektoren aus dem Ursprungsraum , die auf den Nullvektor vom Bildraum abgebildet werden. Dafür werden wir das folgende lineare Gleichungssystem lösen:
.
In der Matrix befindet sich nur ein linear unabhängiger Vektor. Damit ergeben sich folgende Eigenschaften für die Matrix bzw. Abbildung :
- Die Bildmenge von ist
- , also eine Gerade durch den Ursprung mit der Steigung .
- Für den Bildraum gilt , also eine Dimensionsreduktion.
- Der Kern der Abbildung ist die Menge . Eine Gerade mit . Also eine Gerade durch den Ursprung mit Steigung 3.
- Der Defekt .
- Die Matrix hat den Rang , da nur eine Zeile der Matrix linear unabhängig ist.
- Da der Rang der Matrix , gilt .
- Die Determinante der Matrix . D.h. die Matrix ist singulär bzw. nicht invertierbar.
- Da die Matrix nicht invertierbar ist, ist die Abbildung weder injektiv (\operatorname{ker}(f)>0), surjektiv (\dim(\operatorname{im}(f(\R^2)))<\dim(V)) noch bijektiv.
- .
- Die Beziehung entspricht und ist somit erfüllt.
Einige Abbildungsbeispiele
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Links
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wikipedia: