Die Beispielnummer habe ich von 530 auf 527 verschoben <Har203>.
Nach der Angabe würde also die lineare Abbildung aus R² folgendermaßen aussehen: (Beachte: der obere Teil bildet auf den unteren Teil mittels der Funktion f ab)

Da laut Angabe die Matrix f bezüglich der kanonischen Basis bestimmt werden soll formen wir den oberen Teil auf die Einheitsmatrix mittels Spalten Gauß um:
<italic>Im ersten Schritt multiplizieren wir die erste Spalte * 2 und subtrahieren diese von der zweiten Spalte. Im nächsten Schritt dividieren wir die zweite Spalte durch 3:
Jetzt haben wir die Matrix von f bezüglich der kanonischen Basis. Daraus können wir die Basis ablesen und den Kern(f) ausrechnen:
Für den Kern folgendes Lineares Gleichungssystem lösen:
Das Ergebnis für den Kern sollte der Vektor
sein. Dieser Vektor wird also auf
, also das neutrale Element abgebildet.
(alles ohne Gewähr)
Die Basis von f kann man dann wie folgt in Parameterschreibweise schreiben:
Es fehlt noch wie man die Dimension Kern und den Rang der Abbildung bestimmen kann
- Vektorraum
Vektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.02 Definition]
Sei

eine abelsche Gruppe und

ein Körper.

heißt
Vektorraum, wenn

folgendes gilt:




- Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]
Sei

ein
Vektorraum,

heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

ist abgeschlossen bezüglich 
ist abgeschlossen bezüglich 
Zur Überprüfung, ob eine nicht leere Teilmenge

von

einen Unterraum bildet, muss man nur untersuchen, ob zu je zwei Vektoren

und

auch

und

.
- Als vereinfachte Schreibweise verwendet man
für die Eigenschaft, dass
Unterraum von
ist. Man beachte, dass der ganze Raum
und die Menge
, die nur aus dem Nullvektor besteht, immer Unterräume von
sind:
und 
- Lineare Abbildung
Definition:
Seien

und
Vektorräume über dem
Körper 
.

heißt
lineare Abbildung (
Homomorphismus), wenn


Jede
lineare Abbildung kann auch durch eine Matrix

festgelegt werden, für die gilt:

Umgekehrt legt jede Matrix

eine lineare Abbildung fest.
- Matrix
Eine Matrix ist also eine doppelt indizierte Familie. Formal ist dies eine
Funktion

die jedem Indexpaar

als Funktionswert das Element

zuordnet. Beispielsweise wird dem Indexpaar

als Funktionswert das Element

zugeordnet. Der Funktionswert

ist also das Element in der

-ten Zeile und der

-ten Spalte. Die Variablen

und

entsprechen der Anzahl der Zeilen bzw. Spalten. Nicht zu verwechseln mit dieser formalen Definition einer Matrix als Funktion ist, dass Matrizen selbst
lineare Abbildungen beschreiben.
Die Menge

aller

-Matrizen über der Menge

wird in üblicher mathematischer Notation auch

geschrieben; hierfür hat sich die Kurznotation

eingebürgert. Manchmal werden die Schreibweisen

oder seltener

benutzt.
- Dimension
Dimension[Bearbeiten, Wikipedia, 3.17 Definition]
Die Dimension eines Vektorraums bezeichnet die Anzahl der Vektoren in jeder
Basis von ihm. (Alle Basen eines Vektorraums enthalten dieselbe Anzahl von Vektoren.)
- Rang
Bei einer
linearen Abbildung 
ist der
Rang als
Dimension des Bildes dieser Abbildung definiert. Dabei gilt stets, dass eine lineare Abbildung und die zugehörige Abbildungsmatrix denselben Rang haben:
, also dem Bild der Abbildung
.
- Kern
Der
Kern einer
Abbildung dient in der
Algebra dazu, anzugeben, wie stark die Abbildung von der
Injektivität abweicht. Dabei ist die genaue Definition abhängig davon, welche
algebraischen Strukturen betrachtet werden. So besteht beispielsweise der Kern einer
linearen Abbildung 
zwischen
Vektorräumen 
und

aus denjenigen Vektoren in

, die auf den
Nullvektor in

abgebildet werden; er ist also die
Lösungsmenge der
homogenen linearen Gleichung 
und wird hier auch
Nullraum genannt. In diesem Fall ist

genau dann
injektiv, wenn der Kern nur aus dem Nullvektor in

besteht. Analoge Definitionen gelten für
Gruppen- und
Ringhomomorphismen. Der Kern ist von zentraler Bedeutung im
Homomorphiesatz.
Definition
Ist

eine
lineare Abbildung von
Vektorräumen, dann heißt die Menge

- der Kern von
. Er ist ein Untervektorraum von
.
- Defekt
- Der Defekt einer Abbildung
ist die Dimension vom Kern
.
- Rangsatz
Ist
eine lineare Abbildung von einem Vektorraum
in einen Vektorraum
, dann gilt für die Dimensionen der Definitionsmenge
, des Kerns
und des Bildes
der Abbildung
die Gleichung
.
Mit den Bezeichnungen Defekt
für die Dimension des Kerns und (Lineare Algebra) Rang
(von engl. rank) für die Dimension des Bildes der Abbildung
liest sich der Rangsatz als
.
Der Satz gilt für Vektorräume beliebiger (auch unendlicher) Dimension.
Jede lineare Abbildung zwischen endlich dimensionalen Vektorräumen lässt sich mithilfe einer Matrix darstellen (siehe Abbildungsmatrix). Umgekehrt definiert jede Matrix
durch die Vorschrift
eine lineare Abbildung. Aufgrund dieses engen Zusammenhangs zwischen linearen Abbildungen und Matrizen lässt sich der Rangsatz auch für Matrizen formulieren: Ist
eine Matrix mit
Zeilen und
Spalten, so gilt
,
wobei
der Kern und
das Bild der Matrix ist. Die Dimension des Bildes einer Matrix ist ihr Rang. Bezeichnet man den Rang mit
, so liest sich der Rangsatz als
.
Sei
die lineare Abbildung mit
.
Bestimmen Sie
und
sowie
und den Rang von
.
Verifizieren Sie die Beziehung
und bestimmen Sie die Matrix von
bezüglich der kanonischen Basis.
Wir müssen uns die Abbildung der kanonischen Basisvektoren, also
und
anschauen.
Der Basisvektor
ist gegeben:
.
Den Basisvektor
können wir aus nachfolgender Linearkombination bilden:
.
Wir berechnen nun die Abbildungen von
:
(
D.h. die Abbildung der Basisvektoren ist:
und
.
D.h. unsere Abbildungsmatrix
sieht folgend aus:
Der Kern der Abbildung
sind jene Vektoren aus dem Ursprungsraum
, die auf den Nullvektor
vom Bildraum
abgebildet werden. Dafür werden wir das folgende lineare Gleichungssystem lösen:
.
In der Matrix
befindet sich nur ein linear unabhängiger Vektor. Damit ergeben sich folgende Eigenschaften für die Matrix
bzw. Abbildung
:
- Die Bildmenge von
ist 
, also eine Gerade durch den Ursprung mit der Steigung
.
- Für den Bildraum gilt
, also eine Dimensionsreduktion.
- Der Kern der Abbildung
ist die Menge
. Eine Gerade
mit
. Also eine Gerade durch den Ursprung mit Steigung 3.
- Der Defekt
.
- Die Matrix
hat den Rang
, da nur eine Zeile der Matrix linear unabhängig ist.
- Da der Rang der Matrix
, gilt
.
- Die Determinante der Matrix
. D.h. die Matrix ist singulär bzw. nicht invertierbar.
- Da die Matrix
nicht invertierbar ist, ist die Abbildung weder injektiv (\operatorname{ker}(f)>0), surjektiv (\dim(\operatorname{im}(f(\R^2)))<\dim(V)) noch bijektiv.
.
- Die Beziehung
entspricht
und ist somit erfüllt.
Wikipedia: