TU Wien:Datenbanksysteme VU (Feinerer, Sallinger)

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Diese LVA wird nicht mehr von dieser Person angeboten, ist ausgelaufen, oder läuft aus und befindet sich daher nur noch zu historischen Zwecken im VoWi. Eventuell findest du über dieser Meldung noch andere Vortragende, oder Links für dieselbe LVA.


Daten[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

PL/SQL, JDBC, Physische Datenorganisation, Anfragebearbeitung, Transaktionen, Fehlerbehandlung/Recovery, Mehrbenutzersynchronisation, Verteilte Datenbanken, Deduktive Datenbanken, Objektrelationale Datenbanken, DB-Administration in der Praxis

Ablauf[Bearbeiten]

Die Lehrveranstaltung gliedert sich in einen Vorlesungs- und einen Übungsteil.

Der Übungsteil besteht wiederum aus zwei Beispielen:

  1. Im ersten Beispiel leitet man aus einem gegebenen ER-Diagramm die Relationen ab und erstellt dann für PostgreSQL Statements zum Erstellen der Tabellen, Einfügen der Testdaten und Löschen der Tabellen. Außerdem gefordert sind eine View, Trigger und Functions.
  2. Das zweite Beispiel baut auf dem ersten auf; es werden Abfragen SQL sowie Functions in PL/pgSQL geschrieben; zusätzlich sind drei kurze Java-Programme zu erstellen (Codegerüst ist vorgegeben), das über JDBC auf die Datenbank zugreifen.

Die Lösungen zu den Beispielen 1 und 2 sind bis zur Abgabedeadline in TUWEL hochzuladen. Im Rahmen eines Abgabegesprächs bei einem Tutor im Informatiklabor werden die Abgaben beurteilt. Die Beispiele 1 und 2 sind freiwillig, also nicht Voraussetzung, um zur Prüfung antreten zu dürfen, tragen aber zur Gesamtbeurteilung bei, d.h. man kann nur dann alle Punkte bekommen, wenn man alle Beispiele macht.

Nach Ende der Abgabegespräche gibt es Musterlösungen zu Beispiel 1 und 2.

Über Vorlesungs- und Übungsteil gibt es am Ende des Semesters eine Prüfung.

Benötigte/Empfehlenswerte Vorkenntnisse[Bearbeiten]

Als Grundlage wird dringend Datenmodellierung VU empfohlen.

Vortrag[Bearbeiten]

Der Vortragsstil ist angenehm und die Folien haben einen Aufbau, eine Detailtreue und Schritt-für-Schritt-Erklärungen, welche die Mitverfolgbarkeit der LVA sehr stark fördern. Wenn man schon ein bisschen mit Datenbanksystemen zu tun gehabt hat, kann der Vortrag allerdings recht langweilig werden.

Andere Meinung: Unabhängig von den Vorkentnissen und vom Verständnis der Inhalte ist der Vortragende eine ziemliche Schlaftablette, um bis zum Ende der Vorlesung aufmerksam zu bleiben muss man sich echt zusammenreißen.

Prüfung[Bearbeiten]

Für die Prüfung ist der Beherrschen des Stoff der Folien hinreichend und notwendig.

Auf der Lehrveranstaltungshomepage gibt es Musterlösungen von Prüfungen des letzten Semesters.

Im WS15/16 durfte ein handschriftlich zweiseitig beschriebenes A4 Blatt als Gedächtnisstütze zur Prüfung mitgebracht werden. So müssen Formeln und Syntax nicht mehr auswendig gelernt werden.

Dauer der Zeugnisausstellung[Bearbeiten]

WS08/09: Prüfung am 16.01.2009, Noten wurden am 10.02.2009 bekanntgegeben (3-4 Wochen).

WS10/11: Prüfung am 13.01.2011, Noten wurden am 26.01.2011 bekannt gegeben. (2 Wochen). Zeugnis 07.02.2011 (3-4 Wochen)

WS11/12: Prüfung am 21.06.2012, Noten wurden am 27.06.2012 bekannt gegeben. (6 Tage).

WS12/13: Prüfung am 18.01.2013, Noten wurden am 14.02.2013 bekannt gegeben. (4 Wochen) Zeugnis ausstellung gleichzeitig mit Note

WS14/15: Prüfung am 09.01.2015, Noten wurden am 26.01.2015 bekannt gegeben. (2 1/2 Wochen) Zeugnisausstellung 10.02.2014 (4 Wochen)

SS15: Prüfung am 10.03.2015, Noten wurden am 23.03.2015 bekannt gegeben. (2 Wochen) Zeugnisausstellung 30.03.2015 (3 Wochen)

WS15/16: Prüfung (Haupttermin) am 14.01.2016, Noten am 25.2. im Tuwel, Zeugnis am 29.2.

WS15/16: Prüfung (Nebentermin) am 23.06.2016, Noten am 5.7. im Tuwel (2 Wochen), Zeugnis am 19.7. (4 Wochen)

WS16/17: Prüfung (Haupttermin) am 12.01.2017, Noten am 27.01 im Tuwel (2 Wochen), Zeugnis am 30.1 (2 1/2 Wochen)

Literatur[Bearbeiten]

  • "Datenbanksysteme. Eine Einführung" von Alfons Kemper/Andre Eickler, Oldenbourg Verlag, 2004, 5., 6. oder 7. Auflage, ISBN 3-486-27392-2.

Zeitaufwand[Bearbeiten]

Wenn durch den Besuch der VO ein Verständnis für den Inhalt der Folien vorhanden ist, braucht man vor der Prüfung nur mehr ein paar alte Prüfungen durchrechnen. Pro Prüfung sind 2 Stunden einzuberechnen.

Der Zeitaufwand steigt und fällt auch mit den SQL-Fähigkeiten: Wenn man brav die 2 Übungsbsp macht (ca.3-7h pro Bsp) und man nicht mehr viel PLSQL/Java/SQL nachlernen muss, muss man, für die Prüfung nurmehr die (nicht besonders schweren) Rechenbsp. durchgehen.

Anmerkung: Andere empfinden die LVA als zeitaufwändiger und brauchen mehere Tage für jedes der beiden Übungsbeispiele und ca. zwei Wochen intensiver Vorbereitungszeit für die Prüfung.

Anmerkung 2: Wer Datenbanken nur von Datenmodellierung kennt, muss sich darauf einstellen, letztlich eine neue Programmiersprache anzueignen und zu verstehen. Hierfür würde ich eine Woche einplanen. Meine persönliche Empfehlung: Kapitel 1-6 nochmal durchlesen, da man ohne ein Basisverständnis von diesen nicht weiterkommen wird. Mit den Kapiteln, die dazu kommen, gelangt man auf insgesamt ca. 450 Seiten und die Rechenbeispiele, Beweise etc. wollen auch gelernt werden. Kurzum: Wer die LVAs des 3. Semesters nicht auf drei statt 2 WS verteilen möchte, sollte über den Sommer vorlernen, sonst sind etwa 3 Tage pro Woche einzurechnen. Meine persönliche Meinung: Datenmodellierung: 6 ECTS-Fach (selbst nach dem realitätsfernen TU-Rechenschema für Zeitaufwand...), für welches man 3 erhält, Datenbanksysteme: 9 ECTS-Fach, für welches man 6 erhält. Wer sich jetzt entmutig fühlt: Die LVA ist schaffbar, aber man muss viel Zeit einkalkulieren.

Seit SS12 werden formale Beweise zur Prüfung gefordert, was den Lernaufwand deutlich erhöht. Oder auch die Berechnung aufwändiger Kostenformeln, die man sich offensichtlich auswändig merken muss.

Ich würde jeden vorschlagen 2 Wochen bis 1 Monat Lernaufwand einzukalkulieren. So ein Lernaufwand hört sich vielleicht übertrieben an, aber es ist unmöglich den Schwierigkeitsgrad der Prüfungen einzukalkulieren. Für eine "leichte" Prüfung wie den am 12.3.2013 wären vielleicht 2 Wochen ausreichend aber für eine wie am 21.6.2012 würde ich 3-4 Wochen einkalkulieren. Selbst die wahr falsch Fragen die 15 Punkte bringen sind ein Horror ohne Ende. Der einzige Weg 100% sicher in die Prüfung antreten zu können ist das Buch durchzulernen (sind ja nur 700 Seiten). Sonst ist es halt Glückssache ob man eine "leichte" oder schwere Prüfung bekommt.

Andere Meinung: Also einen Lernaufwand >2 Wochen halte ich für mehr als übertrieben. Schwere Formale Beweise (wie im SS12) kommen eigentlich kaum mehr zur Prüfung. Der Praxisteil ist, wenn man die Übung gewissenhaft erledigt hat und die Konzepte verstanden hat absolut kein Problem. Für den Theorieteil empfiehlt es sich alte VO-Prüfungen durchzurechnen. Es gibt einen Pool an Beispielen der sich immer wiederholt. Hat mal also die alten Beispiele verstanden ist auch dieser Teil leicht machbar. Einziges Problem ist atm der MC-Fragen Teil. Hier ist relativ variert die Schwierigkeit doch deutlich. Allerdings kann man den Teil auch einfach vernachlässigen. Bei mir hats mit Fokus auf Theorie und Praxis mit ungefähr 5 Tagen lernen für ne 2 gereicht. Also selbst wenn man sich mit der Thematik schwer tut sollten 2 Wochen Lernaufwand mehr als ausreichend sein.

WS15/16: Ich kann mich der letzten Meinung nur anschließen. Die LVA ist offenbar leichter geworden. Die praktischen Beispiele wiederholen sich stark und folgen immer den gleichen Schema ("nur andere Zahlen"). Man darf einen beidseitig beschriebenen A4-Zettel zur Prüfung mitnehmen, auf dem man sich alle Formeln aufschreiben kann. Wenn man die ca. 10 unterschiedlichen Beispiele einmal verinnerlicht hat, kann bei der Prüfung eigentlich nichts mehr schief gehen. Die MC-Fragen wiederholen sich auch, hier kann man durch Lernen der Altfragen auch ca. 50% beim Test schaffen, womit man immer noch gute Chancen auf ein S1 hat. Ich habe ohne VO-Besuch und fünf bis sechs Tagen intensives Lernen und für die Übungsbeispiele insgesamt ca. 3 Tage Aufwand ein S1 bekommen. Der Aufwand waren dann eigentlich nur ca. 75 h und somit doch um einiges weniger, als die 6 ECTS suggerieren würden.

Wirklich leichter würde ich nicht sagen, Musterlösungen der alten Prüfungsbeispiele helfen einfach ungemein beim Lernen.

WS16/17: Vom Aufwand her ist diese LVA niemals 6 ECTS, sondern maximal 3 Wert. Für die 2 Übungen würde ich jeweils ca. 1 Tag einplanen, wenn man sich die Folien erst anschauen muss und für die Prüfung dann 3 Tage (wieder wenn man sich erst die Folien anschauen muss).

hilfreiche Links[Bearbeiten]

Wo gibts Mitschriften, Skripten, Folien...[Bearbeiten]

Die Vortragsfolien sind von der LVA-Homepage downloadbar.

Bei den Materialien gibt es auch noch hilfreiche Unterlagen, insbesondere die offiziellen Pruefungsordner.

Tipps[Bearbeiten]

  • Die alten Prüfungen wirklich durchrechnen, die Beispiele wiederholen sich oft "mit anderen Zahlen". (Außerdem: nicht viele LVAs stellen Musterlösungen für alle alten Prüfungen zur Verfügung)
  • Den Lernaufwand nicht unterschätzen, der Stoff ist doch umfangreich.
  • Der Besuch der Vorlesung ist nicht sinnvoll
    • Meiner Meinung nach ist der Vortrag total einschläfernd (was man auch an der Höhrerzahl gemerkt hat) und komplett überflüssig
    • Meinung Nr.2: kann ich nur bestätigen: Normalerweise gehe ich in jede Vorlesung, aber bei dieser wäre Buch/Folien durchlesen eindeutig sinnvoller gewesen, als sich den Vortrag anzuhöhren
    • Meinung Nr.3: Besser von Buch lernen als in VO zu gehen. Vorlesungen von Feinerer sind sehr langweilig obwohl die Vorlesungsstoff ganz interessant ist.
    • Meinung Nr.4: Das kann ich so nicht stehen lassen. Ich fand die Vorlesung sehr hilfreich zum Verstehen des Stoffes. Man merkt auch, dass sich Prof. Feinerer bemüht den Stoff verständlich rüberzubringen und auch etwaige Fragen zu beantworten. Sicher war der Vortrag manchmal langweilig, da auch der Stoff z.T. sehr trocken ist (man denke nur an Kostenabschätzung), aber es gibt imho deutlich langweiligere und unnötigere Vorlesungen.
    • Meinung Nr.5: Möchte man die LVA effizient abschließen, ist ein Besuch sicher nicht notwendig, da man sich mit alten Prüfungen und den Folien sehr gut vorbereiten kann.

Verbesserungsvorschläge / Kritik[Bearbeiten]

1. Schränkt den Stoff ein. Der gesamte SQL-Teil + die gesamte Theorie sind einfach zu viel auf einmal.

2. Stellt Fragen zur Theorie die man beantworten kann anstatt unfairer Multiple Choice Fragen.

3. Am besten wäre überhaupt: Trennung der VU in eine VO und eine UE mit jeweils 3 ECTS. Selbst bei gleichbleibender Stoffmenge wäre das dann wesentlich erträglicher und schaffbarer.

Der Stoff ist so umfangreich, dass man als Prüfer wirklich nicht auf das sinnlose Auswendiglernen von Code-Zeilen angewiesen ist. Die UE wäre interessant, aber so ist sie nur zeitraubende Schikane für den Prüfungsantritt. Wieso werden dieser LVA nicht die Tutoren entzogen?! In anderen LVAs würden die Tutoren nicht für sinnlose Abgabegespräche verheizt werden.


Andere Meinung: Ich kann die Punkte absolut nicht nachvollziehen: (Ich lese da ziemlich viel Frust zwischen den Zeilen)

  • Wiso sollen der LVA bitte die Tutoren entzogen werden? Abgabegespräche sind ganz üblich und notwendig, es gibt sie in vielen LVAs.
  • Die MC Fragen waren jetzt nicht unfairer, als MC Fragen von Natur aus sind.
  • Ja, der Stoff ist viel, es gibt aber auch 6 ECTS dafür. Dafür ist der Aufwand für die Übung eher gering.
  • Ich bin froh, dass zur Prüfung ein Praxisteil mit Code gekommen ist. Wenn man die Übung selber gemacht hat sind das echt geschenkte Beispiele. (Es ist ja nicht so, dass jeder kleine Syntaxfehler gleich Punkte kostet)
  • Das ganze Lernen der Formeln hat sich mit der erlaubten Formelsammlung auch erledigt. (Außerdem, wenn die Verfahren verstanden hat, hat man beim Test durchaus genug Zeit sich die Formeln herzuleiten.)