TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 524

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Sei V=ℂ3,

U={(z1,z2,z3)∈V∣z1+z2=z3},W={(z1,z2,z3)∈V∣z2=−z1}.

Zeigen Sie, dass U und W Teilräume von V sind und bestimmen Sie deren Dimension.

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{{Beispiel|1=
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zu (im Falle einer korrekten, unverifizierten Lösung "solved". Auch möglich "unsolved", "wrong", "verified_by_tutor". Alle möglichen Werte sind hier: Vorlage:Beispiel dokumentiert.)

{{Beispiel|status=solved|1=
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}}


Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]

Sei ⟨U,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈U,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)
Dimension
Dimension[Bearbeiten, Wikipedia, 3.17 Definition]

Die Dimension eines Vektorraums bezeichnet die Anzahl der Vektoren in jeder Basis von ihm. (Alle Basen eines Vektorraums enthalten dieselbe Anzahl von Vektoren.)

Lösung von Gittenburg

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U ist Teilraum von V

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  1. nicht leer, weil Nullvektor enthalten
  2. abgeschlossen bezüglich +
    (x1x2x1+x2)+(y1y2y1+y2)=(x1+y1x2+y2x1+x2+y1+y2)
  3. abgeschlossen bezüglich *, Verhältnisse bleiben bei Multiplikation gleich

W ist Teilraum von V

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  1. nicht leer, weil Nullvektor enthalten
  2. abgeschlossen bezüglich +
    (x1−x1x3)+(y1−y1y3)=(x1+y1−(x1+y1)x3+y3)
  3. abgeschlossen bezüglich *, Verhältnisse bleiben bei Multiplikation gleich

Dimension von U

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|(101),(011)|=2

Dimension von W

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|(1−10),(001)|=2

Vektorraum
Vektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.02 Definition]

Sei (V,+) eine abelsche Gruppe und K ein Körper. (V,+,K) heißt Vektorraum, wenn ∀x→,y→∈V,∀λ,μ∈K folgendes gilt:

  1. λ⋅(x→+y→)=λx→+λy→
  2. (λ+μ)⋅x→=λx→+μx
  3. (λ⋅μ)⋅x→=λ⋅(μx→)
  4. 1⋅x→=x→
Untervektorraum
Untervektorraum[Bearbeiten, Wikipedia, 3.05 Definition]

Sei ⟨U,+,K⟩ ein Vektorraum, U⊆V heißt Unterraum oder Teilraum, wenn:

  • U≠∅
  • x→,y→∈U⟹x→+y→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U+U)
  • x→∈U,λ∈K⟹λx→∈U(U ist abgeschlossen bezüglich U⋅K)

Zur Überprüfung, ob eine nicht leere Teilmenge U von V einen Unterraum bildet, muss man nur untersuchen, ob zu je zwei Vektoren x→,y→∈U und λ∈K auch (x→+y→) und (λ⋅x→)∈U.

Dimension
Dimension[Bearbeiten, Wikipedia, 3.17 Definition]

Die Dimension eines Vektorraums bezeichnet die Anzahl der Vektoren in jeder Basis von ihm. (Alle Basen eines Vektorraums enthalten dieselbe Anzahl von Vektoren.)

Lösungsvorschlag von Har203

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Sei V=ℂ3, U={(z1,z2,z3)∈V|z1+z2=z3}, W={(z1,z2,z3)∈V|z2=−z1}.

Zeigen Sie, dass U und W Teilräume von V sind und bestimmen Sie deren Dimension.


Zur Überprüfung, ob eine nicht leere Teilmenge U von V einen Unterraum bildet, muss man nur untersuchen, ob zu je zwei Vektoren x→,y→∈U und λ∈K auch (x→+y→) und (λ⋅x→)∈U.

U ist eine nicht leere Menge, da der Nullvektor 0V→∈U mit z1+z2=z3≡0+0=0.

Seien x→=(x1,x2,x3) und y→=(y1,y2,y3) zwei Vektoren aus U. Wir müssen zeigen, dass U bezüglich der Addition und der Skalarmultiplikation abgeschlossen ist. Es muss gelten :

x→,y→∈U⟹(x→+y→)∈U und (λ⋅x→)∈U mit λ∈C.
  • Vertäglichkeit bezüglich der Addition:

x→,y→∈U⟹ es gilt x1+x2=x3 und y1+y2=y3⟹z→=x→+y→=(x1+y1,x2+y2,x3+y3)⟹⟹(x1+x2−x3)+(y1+y2−y3)=0⟹(x1+y1)+(x2+y2)=(x3+y3)⟹z→∈U.

  • Vertäglichkeit bezüglich der Skalarmultiplikation:

λ∈ℂ,x→∈U⟹λ⋅x→=λ⋅(x1,x1,x3)=(λ⋅x1,λ⋅x2,λ⋅x3)⟹ da x→∈U gilt x1+x2=x3 und es gilt λ⋅x1+λ⋅x2=λ⋅x3⟹(λ⋅x→)∈U.

  • ⟹U ist Unterraum von V
  • Dimension von U mit der Formel: z1+z2=z3:

Seien z1,z2∈ℂ, dann gilt z3=z1+z2. D.h. wir haben zwei Wahlmöglichkeit für die drei Koordinaten z1,z2 und z3 leitet sich daraus ab. Als Lösungsraum erhalten wir eine Ebene.

Wir können diese Ebene z.B. durch die beiden nachstehenden Vektoren aufspannen.

Wir wählen die ersten beiden Koordinaten frei, aber so dass diese beiden Vektor nicht voneinander linear abhängig sind und erhalten die abgeleitete dritte Koordinate.

x→=(1,1,0) und y→=(0,1,1).

Kontrolle der linearen Unabhängigkeit über die Matrix A: A=(110011)−Z2→(10−1011)

Anmerkung: Aus dem zweiten Vektor kann ich x1 nicht erzeugen und aus dem ersten Vektor kann ich y3 nicht erzeugen.

  • D.h. wir haben zwei linear unabhängig Vektoren. Daher ist die Dimension von U:dim⁡(U)=2.

W ist eine nicht leere Menge, da der Nullvektor 0V→∈W mit z2=−z1.

Seien x→=(x1,x2,x3) und y→=(y1,y2,y3) zwei Vektoren aus W. Wir müssen zeigen, dass W bezüglich der Addition und der Skalarmultiplikation abgeschlossen ist. Es muss gelten :

x→,y→∈W⟹(x→+y→)∈W und (λ⋅x→)∈W mit λ∈C.
  • Vertäglichkeit bezüglich der Addition:

x→,y→∈W⟹ es gilt x2=−x1 und y2=−y1⟹z→=x→+y→=(x1+y1,x2+y2,x3+y3)⟹⟹(x1+x2)+(y1+y2)=0⟹(x1+y1)=−(x2+y2)⟹z→∈W.

  • Vertäglichkeit bezüglich der Skalarmultiplikation:

λ∈ℂ,x→∈W⟹λ⋅x→=λ⋅(x1,x1,x3)=(λ⋅x1,λ⋅x2,λ⋅x3)⟹ da x→∈W gilt x2=−x2 und es gilt λ⋅(x1+x2)=0⟹(λ⋅x→)∈W.

  • ⟹W ist Unterraum von V
  • Dimension von W mit der Formel: z2=−z1:

Seien z1,z3∈ℂ, dann gilt z2=−z1. D.h. wir haben zwei Wahlmöglichkeit für die drei Koordinaten z1,z3 und z2 leitet sich daraus ab. Als Lösungsraum erhalten wir eine Ebene.

Wir können diese Ebene z.B. durch die beiden nachstehenden Vektoren aufspannen.

Wir wählen die erste und letzte Koordinate frei, aber so dass diese beiden Vektor nicht voneinander linear abhängig sind und erhalten die abgeleitete dritte Koordinate.

x→=(1,−1,0) und y→=(0,0,1).

Diese beiden Vektoren sind linearen Unabhängigkeit, da im ersten Vektor x3=0 und im zweiten Vektor x1=0,x2=0.

Anmerkung: Aus dem zweiten Vektor kann ich weder x1 noch x2 erzeugen und aus dem ersten Vektor kann ich y3 nicht erzeugen.

  • D.h. wir haben zwei linear unabhängig Vektoren. Daher ist die Dimension von W:dim⁡(W)=2.

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Wikipedia:

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