TU Wien:Mathematik 1 VO (Drmota)/Theorie zur Prüfung 2007-07-02

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Relation und Abbildungen

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Äquivalenzrelation

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Äquivalenzrelation
Äquivalenzrelation
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Eine binäre Relation R auf einer Menge A heißt Äquivalenzrelation, wenn folgende drei Eigenschaften erfüllt sind:

Reflexivität: ∀a∈A:aRa,

Symmetrie: ∀a,b∈A:aRb⇒bRa,

Transitivität: ∀a,b,c∈A:(aRb∧bRc)⇒aRc.

Halbordnung

Eine binäre Relation R auf einer Menge A heißt Halbordnung oder partielle Ordnung, wenn folgende drei Eigenschaften erfüllt sind:

  • Reflexivität: ∀a∈A:aRa,
  • Antisymmetrie: ∀a,b∈A:(aRb∧bRa)⇒a=b,
  • Transitivität: ∀a,b,c∈A:(aRb∧bRc)⇒aRc.
Surjektivität
Surjektivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.65 Definition]

Jedes Element der Zielmenge tritt mindestens einmal als Funktionswert auf: ∀b∈B ∃a∈A:b=f(a)

Injektivität
Injektivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.65 Definition]

"Verschiedene Elemente der Definitionsmenge werden auf verschiedene Elemente der Zielmenge abgebildet": a1,a2∈A,a1≠a2⇒f(a1)≠f(a2) oder äquivalent: a1,a2∈A,f(a1)=f(a2)⇒a1=a2

Bijektivität
Bijektivität[Bearbeiten, Wikipedia, 1.65 Definition]

Eine Funktion ist bijektiv, wenn Injektivität & Surjektivität vorliegt. Diese Eigenschaft impliziert die Existenz einer Umkehrfunktion f−1().

Algebraische Strukturen

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Gesetze und Eigenschaften von algebraischen Strukturen

Eine algebraische Struktur ist eine nichtleere Menge G mit einer oder mehreren Operationen.

Folgende Eigenschaften kann eine solche Struktur annehmen:

  1. Abgeschlossenheit: G×G=G, für a,b∈G→a∘b∈G (d.h. ist eindeutig zugeordnet). Das ∘ entspricht einer Funktion von ∘:G×G→G
  2. Assoziativgesetz: a∘(b∘c)=(a∘b)∘c für alle a,b,c∈G.
  3. Neutrales Element: Es existiert ein e∈G, so dass für alle a∈G gilt: a∘e=e∘a=a.
  4. Inverses Element: Für jedes a∈G gibt es ein inverses Element a′∈G (oder auch a−1) so, dass gilt a∘a′=a′∘a=e. Wobei das e das Einheitselement ist.
  5. Kommutativgesetz: a∘b=b∘a für alle a,b∈G.
  Nr.   Gruppoid   Halbgruppe   Monoid   Gruppe   Abelsche Gruppe
  1     X          X            X        X        X
  2                X            X        X        X
  3                             X        X        X
  4                                      X        X
  5                                               X

Ringe und Körper

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(R,+,*)

  Nr.   Ring           Ring mit Einselelement      Kommunitativen Ring    Integritätsring    Körper
  1     (R,+), (R,*)   (R,+), (R,*)                (R,+), (R,*)           (R,+), (R,*)       (R,+), (R,*)
  2     (R,+), (R,*)   (R,+), (R,*)                (R,+), (R,*)           (R,+), (R,*)       (R,+), (R,*)
  3     (R,+)          (R,+), (R,*)                (R,+)                  (R,+), (R,*)       (R,+), (R,*)
  4     (R,+)          (R,+)                       (R,+)                  (R,+)              (R,+) ,(R,*)*
  5     (R,+)          (R,+)                       (R,+), (R,*)           (R,+), (R,*)       (R,+), (R,*)

zusätzlich gilt für alle:

  1. a∗(b+c)=(a∗b)+(a∗c)
  2. (a+b)∗c=a∗c+b∗c

für Integritätsring:

  1. Nullteilerfreier Ring (a != 0, b != 0 -> a*b != 0

für Körper:

  1. ∀a∈Kohne0∃a′:a∗a′=a′∗a=1

Differentialrechnung

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Konvergenz_von_Folgen

Konvergenzeigenschaften von Folgen:

  1. Jede konvergente Folge ist beschränkt.
  2. Eine monotone Folge ist genau dann konvergent, wenn sie beschränkt ist.
    In ℝ (aber z.B. nicht in ℚ!) gilt:
    • an↗:limn→∞an=sup(an)n∈ℕ
    • an↘:limn→∞an=inf(an)n∈ℕ
  3. lim⁡xn=x,lim⁡yn=y⟹{lim⁡(xn±yn)=x±ylim⁡(xn⋅yn)=x⋅ylim⁡(xnyn)=xyyn,y≠0
Konvergenz_von_Reihen

Konvergenzeigenschaften von Reihen:

  • Ist ∑n=0∞an konvergent, dann gilt limn→∞an=0, aber nicht umgekehrt.   (Satz 4.35)
  • ∑an heißt absolut konvergent, wenn ∑|an| konvergent ist.   (Definition 4.43)
"absolut konvergent" {⇒⇍i.A.} "konvergent", d.h. Absolute Konvergenz ist eine stärker bindende Aussage als Konvergenz.   (Satz 4.44)
Monotonie
Monotonie von Folgen und Reihen
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  • ⟨xn⟩n∈ℕ heißt monoton {wachsendfallend}⟺{xn+1≥xnxn+1≤xn
  • ⟨xn⟩n∈ℕ heißt streng monoton {wachsendfallend}⟺{xn+1>xnxn+1<xn
Beschränktheit

Beschränktheit von Folgen und Reihen:

  • ⟨xn⟩n∈ℕ heißt nach {obenunten} beschränkt ⟺∃a∈ℝ∀n∈ℕ:{xn≤aobere Schrankexn≥auntere Schranke
  • ⟨xn⟩n∈ℕ heißt beschränkt, wenn diese sowohl nach unten, als auch nach oben beschränkt ist.
Grenzwert

Eine reelle Zahl a heißt Grenzwert (oder Limes) der Folge (an)n≥0, falls in jeder ϵ-Umgebung von a fast alle Folgenglieder an liegen, d.h., falls

∀ϵ>0∃N(ϵ)∈ℕ∀n>N(ϵ):|an−a|<ϵ   (Definition 4.4)

Majorantenkriterium

Wenn ∑bn konvergent und |an|≤bn für fast alle n, dann ist ∑an absolut konvergent.   (Satz 4.47)

Quotientenkriterium

Wenn |an+1an|≤q<1∀n≥n0, dann ist ∑an absolut konvergent.

Falls hingegen |an+1an|≥1∀n≥n0, dann ist ∑an divergent.   (Satz 4.52)

Leibniz-Kriterium

Für eine alternierende Reihe ∑an, d.h. sgn⁡(an) = (−1)n, und |an| monoton fallend und konvergent nach limn→∞an=0 gilt:

∑an ist konvergent.   (Satz 4.41)

Cauchykriterium

⟨xn⟩n∈ℕ:∀ε>0∃N(ε)∀n,m≥N(ε):|xn−xm|<ε.   (Definition 4.28)

Eine Cauchy-Folge ist stets konvergent (in ℝ).

Prüfungsordner

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https://web.archive.org/web/*/www.informatik-forum.at/showthread.php?p=116178#post116178

--> PO_Drmota20040319