TU Wien:Socially Embedded Computing VU (Ganhör)

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Daten[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

SEC ist eine Soziologie-Lehrveranstaltung (wer schon mal eine LVA mit Prof. Gerald Steinhardt besucht hat, weiß, was einem erwartet). Am Anfang (und für das Projekt) gibt es aber einen nicht unerheblichen Fokus auf technische Aspekte und "Tangible User Interfaces". Es bleibt aber alles sehr theoretisch. Auch für die Übungsaufgaben sind Komponenten nur zu beschreiben, es wird nichts programmiert oder gebaut.

Laut TISS:

  • Arbeit und Organisation: Grundwissen über Arbeit, Arbeitsprozesse, Organisationen; Ansätze zur Analyse von Kommunikationsereignissen; Grundwissen über Gruppen, Gruppenprozesse, Gruppenverhalten, Meinungsbildungsprozess in Grup- pen; Grundlagen des kooperativen Arbeitens, Computer Supported Cooperative Work (CSCW), Groupware und Computer Supported Cooperative Learning (CSCL), Koordinationsmechanismen und -systeme
  • CSCW-spezifische Anwendungsbegriffe: Kenntnisse funktionaler Querschnittsa- spekte wie Awarenesssysteme, Anpassbarkeit, End-User Development, Artikulationsarbeit, situierte Aktion, gegenseitiger Einfluss, gemeinsamer Informationsbereich, gemeinsames Material, Koordination, Artefakte
  • Anwendungen und Architekturen: Grundwissen von Vernetzungstechnologien sowie Anwendungen der CSCW-Systeme; Geschäftsmodelle in vernetzten Welten, beispielsweise Web 2.0, Enterprise 2.0, Mashups
  • Soziale Interaktion im Alltag: Grundwissen über soziale Interaktion im Alltagsleben, Arten der Interaktion, soziale Rollen; Grundzüge menschlicher Kommunikation, Kommunikationsmodelle, Sprache/Kommunikation und Sozialsystem, technisierte Kommunikation und digitale Medien; Mediennutzung und Mediengebrauch; Einführung in Communities und Community Building, soziale Netzwerke im Internet, kollektive Intelligenz; Grundwissen über soziale Lernprozesse; theoretische Grundlagen sozio-technischer Systeme
  • Methoden der Anforderungs- und Nutzungsanalyse im Design sozial eingebetteter Systeme: Grundlagen des Requirements Engineering mit besonderem Fokus auf Methoden ethnografischer bzw. ethnomethodologischer Feldarbeit und Contextual Design
  • Methoden der nutzungszentrierten Systemdesign und -implementierung: Grundkenntnisse von Softwareentwicklungsprozessen (insbesondere agile und beteiligungsorientierte Verfahren), Grundkenntnisse benutzergerechter Interfacegestaltung, Kenntnisse grundlegender Entwurfsmuster
  • Methoden und Ansätze der Evaluation: Kenntnisse über praxisbezogene Evaluationsmethoden, Evaluationsdesign und -durchführung, Dokumentation der Evaluationsergebnisse
  • Spezielle Technologien zur Einbettung der Computerunterstützung (Tangible User Interfaces und Ubiquitous Computing; mobile Geräte, Wearable Computers, Smart Devices)

Quelle 2014S: TISS

Ablauf[Bearbeiten]

Die LVA ist aufgeteilt in je 3 ECTS für die Hausaufgaben, für den Vorlesungsteil und für die Projektarbeit.

Es gibt übrigens auch eine Variante der LVA (LVA 187A12 im TISS) für WirtschaftsInformatikerInnen, welche keinen Projektteil enthält und daher nur 6 ECTS umfasst.

Benötigte/Empfehlenswerte Vorkenntnisse[Bearbeiten]

Keine. Der Stoff überschneidet sich aber teilweise mit Basics of Human Computer Interation, Interface and Interaction Design , sowie Gesellschaftwissenschaftliche Grundlagen der Informatik .

Vortrag[Bearbeiten]

Die Vorträge sind es wert hinzugehen. Die Vortragenden gehen gefühlt gerne auf Fragen ein und in mehreren Vorlesungseinheiten haben sich interessante Diskussionen entwickelt. In den beiden Vorlesungen von Gerald Steinhardt herrscht Anwesenheitspflicht (siehe Hausübung 2).

Projektarbeit[Bearbeiten]

Die Projektarbeit ist in Vierergruppen zu erarbeiten. Da das Projekt nur theoretisch ausgearbeitet wird, muss nichts programmiert oder gelötet werden, es muss aber auf 30+ Seiten detailliert anhand mehrerer Aspekte beschrieben werden.

Am Anfang des Semesters sind von der Gruppe drei kurze Projektvorschläge an die LVA-Leitung zu senden, wovon einer der Gruppe als Projektthema zugewiesen wird. Es kann am Anfang jedoch etwas unklar sein, was die genauen Anforderungen sind. Eine "gesellschaftliche" Komponente (also genug, um damit ca. 10 Seiten zu füllen) sollte vorhanden sein. Es sind aber auch Technologien erwünscht, die über "klassische" Geräte wie Computer, Smartphones oder Tablets hinausgehen und etwa ein TUI (Tangible User Interface) oder eine zusätzliche Custom Hardware verwenden. Da ein Artefakt erstellt werden muss genügt eine Smartphone-App alleine nicht, sie kann aber natürlich ein Teil des Projekts sein.

Die Projektstufen müssen im 2 bis 3 Wochen-Takt abgegeben werden, dann gibt es Feedback, das auch in die nächste Abgabe eingearbeitet werden sollte. Deckblatt, Inhaltsangabe und Referenzen zählen nicht zur Seitenanforderung und es gibt auch immer eine maximalen Bilderanteil. Es existiert eine Format-Vorlage als .doc und Latex Dokument. Alle Inhalte müssen mit Referenzen belegt werden. Das Projekt muss immer nur einmal pro Gruppe abgegeben werden. Es muss aber auch jedes Mitglied pro Abgabe ein zusätzliches Dokument abgeben, in der die Arbeitsaufteilung pro Mitglied geschätzt wird (also wer wie viel gemacht hat). Die Punktevergabe ist leider etwas merkwürdig (Vortragende waren selbst verwirrt): Es gibt zuerst nur Minuspunkte für Dinge die fehlen, am Schluss dafür garantiert 90 Punkte für eine fertige Projekt 4 Abgabe. Oder so ähnlich.

  • Projekt 0 (0 Punkte): Gruppe und Ideen finden und einreichen.
  • Projekt 1 (max. -40 Punkte Abzug): Motivation, Projektbeschreibung, Vergleichsprojekte suchen (eines pro Teammitglied) und Anwendungsfälle. Projektumfang: 4-5 Seiten, max 0.5 Seiten Bilder.
  • Projekt 2 (max. -40 Punkte Abzug): Erweitern von Projekt 1 um eine Beschreibung der technischen Komponenten. Projektumfang: 12-15 Seiten, max. 3 Seiten Bilder.
  • Projekt 3 (max. -40 Punkte Abzug): Erweitern von Projekt 2 um soziale, rechtliche und wirtschaftliche Aspekte. Projektumfang: 22-25 Seiten, max. 4 Seiten Bilder.
  • Projekt 3.5 (10 Punkte): Drei-minütige Kurzpräsentation. Abgabe der Slides und eines kurzen Abstracts.
  • Projekt 4 (90 Punkte): Erweitern von Projekt 3 um Interviews (2 pro Teammitglied) mit möglichst verschiedenen Personen und einer Zusammenfassung der daraus gelernten Verbesserungsvorschläge, Kritiken, Unklarheiten usw. Projektumfang: 30-35 Seiten.

Hausaufgaben[Bearbeiten]

  • HA 1 beta (10 Punkte): Vorbereitung auf HA1, nur Schreibstil und Umfang werden bewertet und Feedback gegeben. Es soll ein technologischer und soziologischer Aspekt (je 2 Seiten) zu einem Thema aus dem Bereich "Verteiltes Arbeiten" wissenschaftlich fundiert beschrieben werden (mit Referenzen). 4-5 Seiten, max 0.5 Seiten Bilder.
  • HA 1 (30 Punkte): HA 1 beta soll nach dem Feedback korrigiert und weiter ausgearbeitet werden, jetzt wird auch der Inhalt bewertet. 8-9 Seiten, max 1 Seite Bilder.
  • HA 2 (30 Punkte): Soziale Interaktion im Alltag, Fragen zu Kommunikation und Interaktion beantworten, mit Begründung (z.B. "Welche Bedeutung hat ihr Laptop für sie?", "Sie schreiben einen Leserbrief, ist das Kommunikation oder Interaktion?"). ACHTUNG: Die Hälfte dieser HA ist in während der Vorlesung von Steinhardt in Gruppenarbeit zu lösen! Das erklärt auch die Anwesenheitspflicht während dieser VOs. Der Heim-Teil umfasst ca. 4-5 Seiten.
  • HA 3 (30 Punkte): Einen Wikipedia Artikel schreiben, wenn er neu geschrieben wird 200 Wörter, wenn er aus einer anderen Sprache übersetzt wird min. 800. Natürlich müssen die Artikel allen Wikipediaansprüchen genügen! Tipp: Früh beginnen, da nach den Wikipedia-Vorschriften vorzugehen ist (z.B. Antrag auf Übersetzung stellen, Wartezeit bis man Artikel hinein stellen darf, etc).

Prüfung, Benotung[Bearbeiten]

Es gibt letztendlich auch eine "klassische" VO Prüfung mit 100 Punkten. Die meisten Prüfungsfragen sind nicht sehr detailliert gestellt, d.h. alles dazu schreiben, was in der Richtung mit dem zu tun hat. Dennoch sollte man den Begriff zumindest gehört haben, aber im Prinzip läuft alles auf's dasselbe hinaus: Vor- und Nachteile von den erlernten Begriffen, kritische Ausseinandersetzung und andere Sichtweisen. Es wurde ausdrücklich erwähnt, dass "Aufzählungen" nicht gewünscht sind und bevorzugt in ganzen Sätzen zu schreiben ist. Zeit waren 90 Minuten was, trotz erheblichen Schreibaufwands (ca. 2/3 Seite pro Antwort) genug war.

Bei allen Teilen (Projekt, Hausaufgabe, VO-Prüfung) braucht man mindestens 60 Punkte von 100.

Notenschlüssel 2016:

  • ab 270 Pkt. 1 – Sehr Gut (S1)
  • ab 240 Pkt. 2 – Gut (U2)
  • ab 210 Pkt. 3 – Befriedigend (B3)
  • ab 180 Pkt. 4 – Genügend (G4)
  • bis 179 Pkt. 5 – Nicht genügend (N5)

Dauer der Zeugnisausstellung[Bearbeiten]

Da für die Betreuer ein großer Leseaufwand besteht kann es teilweise recht lange dauern bis Punkte eingetragen werden. Falls Feedback für eine Folgeaufgabe benötigt wird, bemüht sich die LVA-Leitung dieses rechtzeitig zu geben, was aber nicht immer klappt.

Note in 1-2 Monaten. Wenn schneller benötigt LVA-Leitung anschreiben.

SS16: Prüfung am 21.06., Notenbekanntgabe am 24.07., Zeugnis am 28.07.

Zeitaufwand[Bearbeiten]

Man sollte für die Recherche und das Schreiben der Texte doch recht viel Zeit einplanen, allerdings sind die 9 ECTS trotzdem sehr fair. Sicherlich eine der kompaktesten Methoden, an der TU auf einmal so viele ECTS zusammen zu bekommen!

Die folgenden ECTS-Angaben stammen von der TISS-Seite und sind für den jetzigen Modus nicht mehr ganz akkurat (es gibt z.B. nur noch 3 Hausaufgaben). War aber auch im SS2016 noch so beschrieben.

ECTS breakdown: 9 ECTS = 225 Hours

  • 0,5h - introduction to the lecture
  • 44h - lecture time
  • 1,5h - time for written exam
  • 23,5h - preparation time for the written exam
  • 2,5h - presentation of 7 homework assignments
  • 77,5h - preparation time for 7 homework assignments
  • 0,5h - presentation of the project work (students of business informatics are excluded)
  • 74,5h - preparation time for the project work (students of business informatics are excluded)

Quelle 2014S: TISS