TU Wien:Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie VO (Viertl)

Aus VoWi
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese LVA wird nicht mehr von dieser Person angeboten, ist ausgelaufen, oder läuft aus und befindet sich daher nur noch zu historischen Zwecken im VoWi. Eventuell findest du über dieser Meldung noch andere Vortragende, oder Links für dieselbe LVA.


Daten[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

  • Grundlagen der Statistik und Stochastik
  • Wahrscheinlichkeitsräume, stochastische Größen, Verteilungen
  • Konfidenzbereiche, Tests, Regression
  • Konvergenzen
  • Bayes-Statistik
  • Unscharfe Zahlen

Für einen genauen Themenüberblick ist es am besten, sich die Folien anzusehen, siehe unten.

Ablauf[Bearbeiten]

Wöchentlich Vorlesung und Übung.

Benötigte/Empfehlenswerte Vorkenntnisse[Bearbeiten]

Mathematik, speziell für den Anfang Themengebiete wie Permutation, Variation, etc. aus Mathematik 1, Differential- und Integralrechnung!

Vortrag[Bearbeiten]

Vorgegangen wird nach den Folien und nach dem Buch. Bei Versäumen einer Vorlesung würde ich empfehlen, sich die Folien für eine Stoffabgrenzung und das Buch für den Stoff anzusehen. Der Vortrag ist nicht allzu gut, obwohl der Vortragende sich sehr bemüht, alles verständlich hinüberzubringen, ist es nicht sehr konzentrationsfördernd, wenn er mittendrin unterbricht, um Studenten zu bitten, sich doch vorne hinzusetzen anstatt hinten zu stehen.

Er fragt das Publikum oft Fragen wie "Wer hat das verstanden?", "Wer hat das nicht verstanden?", "Wer will es nochmal erklärt haben?".

Bei Fragen von Studenten antwortet er gerne mit: "Das ist eine gute Frage."

Übungen[Bearbeiten]

siehe TU Wien:Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie UE (Gurker).

Prüfung[Bearbeiten]

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen, schriftlich und mündlich. Zur mündlichen Prüfung darf nur antreten, wer die schriftliche vor höchstens sechs Monaten positiv absolviert hat. Bei der schriftlichen Prüfung sind alle Unterlagen (inkl. alter Prüfungsordner) erlaubt. Allerdings nützen die PO's nicht viel, wenn der Stoff nicht verstanden wurde.

Es existiert ein Thread zu den Prüfungserfahrungen im Informatik Forum.

Die schriftliche Prüfung lässt sich eigentlich recht einfach bewältigen. Wenn man die Prüfungsordner durchrechnet (und versteht), schafft man wahrscheinlich die schriftliche Prüfung auch. Einige Elemente kommen immer gern wieder.

Bei der mündlichen Prüfung ist es schon notwendig den GANZEN Stoff zu beherschen. Allerdings ist Prof. Viertl ein sehr netter Prüfer, der schon weiterhilft und es auch nicht so genau nimmt, wenn eine Vorbedingung nicht sooo genau stimmt. Ich glaube er will wissen, ob man das Zeug so halbwegs verstanden hat (es wird viel auf Verständnis gefragt).

-- Anmerkung: Letzter Satz sei mittlerweile revidiert: Man hört in letzter Zeit vermehrt, dass er es immer genauer nimmt und Noten im Durchschnitt weiter runter gehen. Es gibt bereits sehr viele Studenten, die bei Prof. Viertl angetreten sind und danach zu Prof. Dutter wechselten. Nach der Prüfung bei letzterem war der Vergleich, dass Prof. Viertl viel mehr auf mathematische Formulierung eingeht und diesen Wissen möchte und Prof. Dutter auf Verständnis fragt. Daher war der Tipp einhellig: "Gleich Prof. Dutter, ist humaner, aber nicht zu unterschätzen". Er dürfte auch von der Person her gegenüber Studenten immer abweisender und unfreundlicher werden. (Kommentar eines Studenten:"das macht das Alter, er sollte in Pension gehen")

Prüfung bei Viertl - die andere Wahrheit (Februar 2011)[Bearbeiten]

Da hier im letzten Absatz auf die angeblich stark gestiegenen Anforderungen hingewiesen wird, und vor allem mündlich unter den Studenten das Gerücht kursiert, dass man beim Viertl zwar die VO besuchen könne, von der Prüfung aber schärfstens abzuraten sei, will ich hier mal meine Meinung, nämlich das komplette Gegenteil, schreiben.

Ich habe 5 mündliche Prüfungen angehört und dann meine eigene gemacht, Noten (in Reihenfolge, Syntax NoteNachher(NoteSchriftlich): 3(3), 1(1), 1(1), 1(2), 4(keine Ahnung), 1(2). Das sollte eigentlich schon genug sein, um die Stimmung gegenüber Viertl etwas zu heben, aber hier folgt eine Aufschlüsselung der zu erwartenden Note:

  • 4: Habe es selbst erlebt: Der Typ wusste praktisch GAR NICHTS. Er hat Erwartungswert und Varianz dauernd verwechselt, kaum Ahnung von der Linearität der Erwartungsbildung gehabt, nicht gewusst, wie man von N(M,Var) auf N(0,1) kommt, usw. Viertl hat ihm andauernd geholfen, ist nicht ungedudig oder unhöflich geworden, und hat ihm dann auch für sein Unwissen noch eine 4 verpasst. Leute, wem das zu streng ist, der ist auf der TU falsch.
  • 3: Man kann durchaus mal Varianz mit Erwartungswert verwechseln, wenn man sich selbst ausbessert. Der Raum für Wackler ist äußerst groß, man muss allerdings auf die Hilfen von Viertl hinaus dann auch irgendwann auf das richtige kommen. Beweise sind nicht (od. kaum) nötig. Mindestens ein Thema sollte man halbwegs beherrschen.
  • 2: Hab ich nicht miterlebt. Meine Erfahrung ist, dass, falls ein 2er in Aussicht stünde, der Kandidat locker genug für einen 1er weiß.
  • 1: Selbst hier ist noch etwas Raum für Wackler vorhanden, z.B. wenn man nicht alle Eigenschaften der Dichte gleich weiß, oder mal ganz kurz Dichte mit Verteilung verwechselt (davon ist allerdings i.A. eher abzuraten) oder mal etwas falsch hinschreibt. Man muss seine Fehler dann allerdings selbst ausbessern, und sollte nicht allzu lang herumeiern. Beweise für einzelne Dinge (z.B. den effizienten linearen Schätzer für den Erwartungswert, oder das Gesetz der vollständigen Wahrscheinlichkeit) werden gefragt. Sollte man bei den Beweisen grob schnitzen, gibt's glaub ich einen 2er.

In der VO mitgearbeitet zu haben, ist allenfalls wegen des Wiedererkennungswertes/einer gewissen positiven Grundeinstellung ggüber bekannten Kandidaten nützlich. Drei von den Einsern waren nicht in der VO, und wurden um kein epsilon schlechter behandelt. Des weiteren ist es auch nützlich, sich ein oder zwei mündliche anzuhören (ist aber nicht nötig). Unter anderem würde das Zuhören bei Viertl dazu dienen, diese grundlosen Warnungen vor Viertl einzudämmen.

Zur schriftlichen ist zu sagen, dass diese traditionell von W. Gurker verfasst wird und seit mindestens 30 Prüfungen immer praktischen die gleichen Beispiele umfasst. Wie man auf diese schriftliche negativ sein kann, ist nicht ganz erklärlich. Falls man nur zwei von den vorigen (richtig) durchgerechnet hat, sollte das locker für einen 3er reichen. Alte Prüfungen kopiert euch der Sekretär im Institut für Statistik, FH grüner Bereich 6. Stock (für alle, denen die vowi-Prüfungen irgendwie zuwenig sind). Ohne eine Stichprobe der zukünftigen Prüfungen gesehen zu haben, postuliere ich a-priori, dass die nächsten 30 genauso ausschauen werden.

Dass hier von Viertl so abgeraten wird, ist fast fahrlässig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei Felsenstein oder Dutter wesentlich weniger können muss (wie wenig muss man dann eigentlich können?). Vor allem für Leute, die im Allgemeinen gute Noten kriegen, und sich nicht, wie man es hin und wieder hört, von unten an den 4er herantasten, ist Viertl eine glänzende Chance, die gewünschte Note zu bekommen. Eine gerechte Prüfung ist euch so und so sicher.

Achja, und übrigens: Er sagt zwar immer, dass das Lernen der Folien, ohne das, war er gesagt hat, nicht reicht für die Prüfung, aber das stimmt so definitiv nicht. Ich behaupte sogar, mit etwas gesundem Menschenverstand kann man mithilfe der Folien allein (selbst ohne Buch) einen 1er erreichen.


Prüfung bei Viertl - März 2012[Bearbeiten]

Die schriftliche Prüfung ist tatsächlich ziemlich aufgelegt. Bei der Prüfung am 07.03.2012 war jedes Beispiel aus einer der letzten 5 Prüfungen (und damit meine ich sogar die gleichen Zahlenwerte!). Wenn man sich nur mit den alten Prüfungsangaben und den Lösungen im VoWi&Forum vorbereitet, sollte eine gute Note (<= 3) in 2-3 Tagen Zeitaufwand möglich sein.
Bei der mündliche Prüfung muss ich meinem Vorredner allerdings etwas widersprechen. Prof. Viertl ist sehr nett, prüft aber trotzdem sehr genau. Mathematische Fehler darf man sich für eine positive Note kaum leisten (d.h. ja nicht Verteilungsfunktion und Wahrscheinlichkeitsverteilung verwechseln, Sätze und deren Vorbedingungen genau anschauen und auch verbal erklären können). Geprüft wird über eine Dauer von 15-20min wobei am Anfang etwas Smalltalk die Stimmung auflockert. Fragen kommen aus dem gesamten Stoffgebiet, wobei er auch hilft und selber mal erzählt, wenn man ihm ein paar Schlagwörter vorlegt.
Ich habe für die mündl. 3 Tage intensiv (>5h pro Tag) gelernt, was gerade für einen 4er (mit 1er auf die schriftliche insgesamt ein 3er) gereicht hat. Man sollte also etwas mehr Zeit einplanen.
Wenn man wirklich wenig weiß, kommt oft eine "Sein-oder-nicht-sein-Frage" (habe ich mehrere Male gelesen und 1 Mal beobachtet). Das ist meistens die Standardisierung einer Normalverteilung (nur wies geht, ohne Beweis).

Falls es jemanden hilft, ich habe mit der Ausarbeitung folgender Prüfungen 16.5/16 Punkten auf die schriftliche bekommen (also sogar einen halben Bonuspunkt):

Prüfung am Ausarbeitung
13.04.2010 https://www.informatik-forum.at/forum/bachelorstudien-tu-wien/bachelorstudium-data-engineering-statistics/statistik-und-wahrscheinlichkeitstheorie-vo/87713-pr%C3%BCfung-13-4-2010-bsp-1
06.04.2011 https://www.informatik-forum.at/forum/bachelorstudien-tu-wien/bachelorstudium-data-engineering-statistics/statistik-und-wahrscheinlichkeitstheorie-vo/88543-post-test-06-04-2011
25.01.2011 http://www.informatik-forum.at/showthread.php?85531-After-Pr%FCfung-25-01-2011
28.01.2009 http://www.informatik-forum.at/showthread.php?70707-Ausarbeitung-der-Pr%FCfung-090128&highlight=empirische
02.03.2010 https://www.informatik-forum.at/forum/bachelorstudien-tu-wien/bachelorstudium-data-engineering-statistics/statistik-und-wahrscheinlichkeitstheorie-vo/87107-vergleich-von-pr%C3%BCfung-vom-2-3-2010
07.12.2010 https://www.informatik-forum.at/forum/bachelorstudien-tu-wien/bachelorstudium-data-engineering-statistics/statistik-und-wahrscheinlichkeitstheorie-vo/87082-vergleich-von-pr%C3%BCfung-vom-7-12-2010

Angaben zu den Prüfungen gibts im VoWi bei Materialien.

Prüfung bei Prof Viertl - März 2012 2te Meinung[Bearbeiten]

Um zukünftigen Prüflingen bei Prof Viertl bei der Vorbereitung zu helfen, möchte auch ich von meinen Erfahrungen berichten: Ich kann allen nur empfehlen früher zur Prüfung zu kommen (eventuell sogar 20 Minuten!)!! Bei mir meinte Herr Prof Viertl ob ich denn eine Beschäftigung brauchen würde, was ich bejate. Daraufhin ließ er mich alle diskreten und kontinuierlichen Verteilungen aufschreiben, und alles was mir dazu einfällt (was schon die erste Prüfungsfrage war!!). Als ich an die Reihe kam, warf er zunächst einen Blick auf meine schriftliche Prüfung (sah das ich mit 4 bestanden hatte), aus welcher er die ungefähren Kenntnisse des Prüflings zu schätzen versucht. Ich hatte generell das Gefühl, dass es ihm sehr wichtig ist, dass man den Stoff verstanden hat!!!! Wenn man ihm dieses Gefühl vermittelt freut er sich "Ich sehe, dass haben Sie verstanden!!" Generell kann ich allen nur empfehlen, sich ausgiebig auf diese Prüfung vorzubereiten! Speziell auf seine Lieblingsthemen (ZGVS, bayessche Statistik,... siehe Thread) Auch präzise Ausdrucksweise ist Ihm sehr wichtig (Lieber 20 Sekunden überlegen und dann genau sagen, als gleich mit einer matschigen Definition herausschießen!!) Zusammenfassend, kann ich Prof Viertl nur als ausgesprochen netten Prüfer beschreiben!

Literatur[Bearbeiten]

Buch: R. Viertl, Einführung in die Stochastik. Mit Elementen der Bayes-Statistik und der Analyse unscharfer Information, ISBN 3-211-00837-3 sowie die Folien, wobei ersteres viel mehr behandelt als den Prüfungsstoff und zweiteres weniger behandelt. Am besten ist es, sich die Folien für eine Stoffabgrenzung und das Buch für den eigentlichen Stoff anzusehen.

Meinungen:

Vom Buch kann ich nur abraten, man wird zwar ständig das Gefühl haben das einen wichtige Unterlagen fehlen, aber das Gefühl bessert sich nicht wenn man das Buch dann gekauft hat. Die Amazon Bewertungen diesbezüglich stimmen ganz gut. Es gibt mittlerweile einige ganz gute Zusammenfassungen im Forum und im VoWi, welche mindestens genau so gut sind wie das Buch. Bei den Begriffserklärungen und wenn man Beispiele sucht muss man mit oder ohne Buch Wikipedia und oder Google befragen.

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, das Buch ist mMn absolut ungeeignet. Maximal verwendbar als Nachschlagewerk, wenn man das Wissen ohnehin durch die Vorlesung erlangt hat, aber zum Verständniserwerb nicht brauchbar (selbst die Folien beinhalten teilweise ausführlichere Erklärungen als das Buch). Ich empfehle zum Selbststudium eher das Dutter Skriptum (mit Abstrichen), oder eines der online verfügbaren Skripten die ich unter "Bücher & Skripten 2013" bei den Unterlagen verlinkt habe. Davon eventuell eines aussuchen, welches am besten gefällt, zur Stoffabgrenzung ab und zu in die Folien schaun und bei Unklarheiten in anderer Quelle gegenlesen.

Zeitaufwand[Bearbeiten]

Ich würde sagen, dass der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen sein sollte. Der Stoff ist nicht wenig und man sollte für die Prüfung doch relativ genau über den Stoff bescheid wissen. Also meiner Meinung nach sollte der Zeitaufwand mittel bis hoch eingestuft werden.

Unterlagen[Bearbeiten]

Wikipedia-Links[Bearbeiten]

noch mehr Links[Bearbeiten]

(CET)

Bücher & Skripten 2013[Bearbeiten]

Da schon viele der oben genannten Links nicht mehr funktionieren, stelle ich hier Skripten, etc. vor die ich als gut empfinde und die aktuell (Stand Juli 2013) online bereitgestellt sind

Verbesserungsvorschläge / Kritik[Bearbeiten]

Prof. Viertl verwendet manchmal Notationen und Begriffe, die in der aktuellen statistischen Fachliteratur sonst nicht benutzt werden ("Satz vom unbewussten Statistiker").

EDIT: Diesen Satz kann ich nicht so stehen lassen, es gibt in der englischen Mathematikliteratur "the law of the unconscious statistician" --> siehe auch wikipedia, http://en.wikipedia.org/wiki/Law_of_the_unconscious_statistician