TU Wien:Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie VO (Gurker)

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Daten[Bearbeiten]


Inhalt[Bearbeiten]

  • Grundlagen der Statistik und Stochastik
  • Wahrscheinlichkeitsräume, stochastische Größen, Verteilungen
  • Konfidenzbereiche, Tests, Regression
  • Konvergenzen
  • Bayes-Statistik
  • Unscharfe Zahlen

WS 2016/17 Keine Bayes-Statistik, Regression und unscharfe Zahlen

Prüfung Oktober 2017 Kapitel 1-7

Ablauf[Bearbeiten]

Wöchentlich Vorlesung und Übung.

Benötigte/Empfehlenswerte Vorkenntnisse[Bearbeiten]

Mathematik, speziell für den Anfang Themengebiete wie Permutation, Variation, etc. aus Algebra und Diskrete Mathematik (ehemals Mathematik 1), Differential- und Integralrechnung aus Analysis!

Vortrag[Bearbeiten]

der Vortrag ist sehr freundlich und angenehm, wenn auch nicht unbedingt sehr mitreißend.
WS17: Ich finde der Vortrag ist ziemlich langweilig und kaum brauchbar. Es werden lediglich die Folien runtergelesen und ein paar Zusatzinformationen gebeben. Sinnvoller wäre es vermutlich statt den zwei Wochenstunden für die VO, sich den Stoff über fremde Quellen anzueignen.

Übungen[Bearbeiten]

siehe TU Wien:Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie UE (Gurker).

Prüfung, Benotung[Bearbeiten]

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen, schriftlich und mündlich. Zur mündlichen Prüfung darf nur antreten, wer die schriftliche positiv absolviert hat. Bei der schriftlichen Prüfung ist das VO-Skriptum in ausgedruckter Form erlaubt.
Update WS17: es gibt die Prüfung nur mehr schriftlich (der mündliche Teil fällt weg)

Schriftliche Prüfung[Bearbeiten]

Dauer 2 Stunden. 8 Blätter zu je 5 Punkten (2 bis 3 Unterfragen, oft verschiedene Themen). Es ist das ausgedruckte VO-Skriptum als Unterlage erlaubt! Ebenso Matura-Formelsammlung und Taschenrechner, sowie ein Geo-Dreieck zum Zeichnen der Plots.

Notenschlüssel:

  • [ 0,20) - 5 -> Schriftl. Teil wiederholen!
  • [20,25] - 4
  • (25,32] - 3
  • (32,37] - 2
  • (37,40] - 1

Der Fokus der schriftlichen Prüfung liegt auf eher praktischen Beispielen, schriftliche Theoriefragen gibt es quasi keine. Es empfiehlt sich, nach alten Beispielen zu lernen, sie sind oft sehr ähnlich (in vielen Fällen identisch!) zu alten Prüfungen. Die ersten 2 Fragen sind immer das Zeichnen einer empirischen Verteilungsfunktion und eines Box-Plots. Auch wenn das einfach klingt (und der schriftliche sicher der einfachere Teil der Prüfung ist), sollte man sich gut vorbereiten und sich besonders im Skriptum schnell zurecht finden. Die Noten fallen meist überraschend knapp aus (Einser gibt es oft gar keine, viele knappe Vierer).

Lernzeit für die schriftliche: 1-2 Wochen.

Mündliche Prüfung[Bearbeiten]

Dauer ca. 20 Minuten. Voraussetzung ist eine positive schriftliche Prüfung. Es geistert immer wieder die Meinung herum, man müsse innerhalb von 6 Monaten nach der schriftlichen die mündliche machen, das ist aber offenbar nicht so (oder basiert auf einem alten Prüfungsmodus), viele Leute warten länger. Trotzdem empfiehlt es sich natürlich, gleich nach der schriftlichen, am besten bei der Einsichtnahme, bei Daniela Vater einen Termin auszumachen, damit man nicht alles neu lernen muss.

Der Fokus der mündlichen liegt auf Theoriefragen. Man soll 10 Minuten vorher schon mal anklopfen und sich den korrigierten schriftlichen Test zur Durchsicht holen. Prof. Gurker geht den Test mit einem durch und viele Fragen beziehen sich auf die Fehler die man gemacht hat (aber teilweise auch auf richtig gelöste Beispiele), also fast ein "Abgabegespräch" (es ist günstig, schon mal in den Vorwochen bei der Einsicht nachzuschauen, was man falsch gemacht hat). Allerdings geht es dann sehr schnell ins theoretische und die Fragen dienen nur als "Themenfeld" ("Sie haben hier eine Verteilungsfunktion berechnet. Was gibt es für eine Möglichkeit Zufallszahlen daraus zu erstellen (Inversionsmethode)?"). Kompliziertere Formeln muss man im allgemeinen nicht können, aber man sollte formale Schreibweisen für die ganz, ganz wichtigen Sätze kennen und dann vielleicht auf ein Stück Papier schreiben (z.B. ZGVS). Letztendlich sind aber viele Fragen nur formal zu beantworten, es ist ja doch ein mathematisches Gebiet. Man sollte schon auch das Skriptum mal durchgelesen haben, das praktische Lösen der Rechenaufgaben genügt hier nicht mehr (im Gegenteil, gerechnet wird gar nicht)! Trotz des einschüchternden Umfangs, ist das Skriptum recht gut geschrieben, oft mit vielen anschaulichen Beispielen und damit zum Lernen wirklich sehr hilfreich (im Gegensatz zum berüchtigten "orangen Buch" der Mathematik-VOs) und es liest sich vergleichsweise zügig (20 Seiten pro Stunde sind schon drinnen).

Wer keine mündlichen Prüfungen mag, muss trotzdem keine Angst haben! Prof. Gurker ist wirklich sehr nett, geht die Sache ruhig an und hat auch Verständnis, wenn man mal "auf der Leiter steht" oder nervös ist. Wer einen guten Überblick über die Kapiteln des Skriptums hat, die wichtigsten Sätze kennt und kurz erklären kann, kommt sicher durch.

Lernzeit für die mündliche: ca. 1-2 Wochen.

Erfahrungsberichte[Bearbeiten]

Bei der mündlichen Prüfung steht Theorie im Vordergrund (kein Vorrechnen). Die wichtigsten Beweise werden evt. gefragt es geht aber eher um das Verständnis der Konzepte.

WS14: (März 2015) Auf jeden Fall für die mündliche Prüfung genau lernen. Die Atmosphäre ist wirklich sehr entspannt und locker, Prof. Gurker prüft dafür aber recht genau und auch auf Verständnis, ob man die Zusammenhänge sieht usw. Er fragt auch nach ob man es wirklich verstanden hat oder ob's noch Fragen gibt. Hab mich von schriftlich 4 auf insgesamt 3 verbessert.

WS14: (April 2015) Die schriftliche Prüfung schafft man locker, wenn man das Skriptum einmal durchgearbeitet hat und die alten Prüfungen rechnet. Eine gute Note ist hingegen eher unwahrscheinlich, da der Notenspiegel sehr verzerrt ist (man benötigt z.B. ca. 93% der Punkte für ein S1 - im März 2015 gab es das daher gar nicht, und auch nur 1-2 G2) Die schriftliche Prüfung ist ja auch nur die erste Hürde, um Leute für die eigentliche Prüfung - die mündliche - auszusortieren. Man kann also von schriftlich 4 auf mündlich 1 kommen, aber genauso von schriftlich 1 auf mündlich 5. Eigenartiges System, das ich auch nur von den Statistikern kenne. Zur mündlichen Prüfung: Die wichtigsten Definitionen und Formeln sollte man wirklich auswendig können (ZGVS, Dichte der Normalverteilung, Definition von Dichtefunktion und Verteilungsfunktion, GGZ). Bei ihm zählt wirklich das Verständnis und wenn er einmal das Gefühl hat, man kennt sich nicht 100%ig aus, dann ist es auch schwierig, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Das resultiert dann in einer schlechten Note, aber von einem Fünfer habe ich auch noch nicht gehört ...

WS15: (Februar 2016) Die schriftliche Prüfung orientierte sich sehr an der Musterprüfung und den Prüfungen aus den vorigen Semestern, wenn man die Übung gemacht hat ist diese eher leicht. Bei der Mündlichen geht es vor allem um Verständnis und Zusammenhänge. Zuerst bekommt man seine schriftliche Prüfung und kann sich diese in Ruhe noch einmal anschauen, danach werden die Beispiele durchgegangen. Die grundlegendsten Sätze verlangt Prof. Gurker auswendig, man sollte auch erklären können, was sie bedeuten. Die Benotung empfand ich als sehr human. Die mündliche Prüfung dauerte ca. 30 min.

WS15: (März 2016) - anderer Bericht Zunächst bekommt man bei der mündlichen Prüfung die korrigierte schrifliche Prüfung zum durchsehen. Anschließend wird bei der Prüfung auf die Fehler die man gemacht hat eingegangen und besprochen, wie dies korrekterweise gerechnet geworden wäre. Er gibt einem da auch Denkanstöße, allerdings muss man schon selber was dazu beitragen. Gerne stellt er dann noch Fragen im Umfeld zu dem soeben besprochenen Thema, allerdings waren bei mir nur grundlegendste Definitionen gefragt, kein Detailwissen. Z.B. Definiere GGZ, welches Gesetz wurde hier angewandt und wie ist es definiert, wie nennt man so ein Intervall (z.B. Wald-Intervall), Nenne einige Eigenshaften von guten Schätzern und was bedeuten die Eigenschaften augenscheinlich? Usw.

WS15: (April 2016): Ich kann den Ablauf und Gurkers freundliche, angenehme und ruhige Art bestätigen. Dennoch sollte man die Prüfung nicht unterschätzen, das sage ich deshalb, weil ich die Mündliche beim ersten Mal nicht geschafft habe, obwohl ich auf die Schriftliche einen 2er hatte. Die Beispiele für die schriftliche Prüfung sind relativ einfach gehalten, d.h. man muss sich lediglich ein paar alte Prüfungen anschauen und man hat den Dreh heraus. Jedoch reicht das "Man weiß zwar, in welche Formel man es einsetzt und was dabei rauskommt" nicht aus, da es um das theoretische Verständnis geht. Es ist wichtig, grundlegende und wichtige Definitionen wirklich gut zu beherrschen. Meine Prüfung orientierte sich stark an den Kapiteln Konvergenz und Schätzer (+Gütekriterien), ich empfehle jedem diese Kapitel besonders anzuschauen, denn das ist ja eigentlich das, was die Statistik so ausmacht. Des Weiteren ist es empfehlenswert zur Einsichtnahme zu gehen und seine Prüfung anzuschauen, (vor allem falls man eine schlechte Note hatte!) damit man auf die Fehler dann auch vorbereitet ist! Man braucht sich aber nicht den Druck zu machen, den kompletten Stoff auswendig zu lernen: Es ist besser man weiß die grundlegende Materie, als das man zB. zwar die T-Verteilung auswendig weiß, aber keinen Plan hat was die bedingte Wahrscheinlichkeit ist.

WS16: (Jänner 2017): Ich mag keine mündlichen Prüfungen (ich bin grundsätzlich jemand, der das Gefühl hat, eine mündliche Prüfung ist mehr Stress als eine schriftliche), aber wenn der Prüfer so "drauf" ist wie Prof. Gurker, dann gilt das nicht. Zunächst gabs die Prüfung zum Durchsehen, dann wurde ich anhand der Beispiele gefragt. Ich hatte eine gute schriftliche Prüfung abgeliefert, weshalb er sich weniger an den Fehlern orientierte (wie diskutierten zwei kleinere Probleme durch), sondern grundsätzliche Fragen zu den richtigen Beispielen stellte. Ohne Vorbereitung sollte man natürlich nicht "reingehen", aber er hat auch über klare Hänger (und sogar einen Verständnisfehler) hinweggesehen und sich sichtlich gefreut, wenn man auf den richtigen Schluss kam und wusste, wovon er redet. Ein sehr angenehmer Prüfer, und wenn man sich auf die schriftliche Prüfung gut vorbereitet hat, sind die Theoriekapitel durchaus machbar.

WS16/SS17: (Juni 2017): Ich habe Mitte des Semesters mit einem Kollegen angefangen für die schriftliche Prüfung zu lernen. Das Skriptum Seite für Seite durchzuarbeiten und zu diskutieren um Verständnis aufzubauen hat vor allem für die mündliche Prüfung geholfen (weil man die Zusammenhänge viel besser erkennt). Für die schriftliche Prüfung selbst haben wir alte Prüfungen mit dem Skriptum durchgearbeitet, was sehr gut funktioniert hat. Die mündliche Prüfung war genau so wie beschrieben: der schriftliche Prüfungsbogen wird ca. 5 Minuten zur Verfügung gestellt (vor dem Prüfungszimmer, Skriptum darf man verwenden), danach wird ca. 10 Minuten über die Prüfung geredet (praktische und theoretische Fragen, bei mir mehr praktisch). Eine Einsichtnahme und Kopie/Photographien vom Prüfungsbogen anzufertigen wird dringend empfohlen, Professor Gurker fragt zu 80% die Fehler aus der schriftlichen Prüfung ab. Am Ende habe ich mich mit ein paar Skizzen, ein paar schnellen Antworten und einigen allgemeinen Fragen vom schriftlichen 3er auf einen 2er insgesamt verbessert.

SS17: (November 2017) Die schriftliche Prüfung ist nicht so schwer, wenn man die alten sich angeschaut hat. Ich habe persönlich am gleichen Tag der schriftlichen gelernt und ein 3er bekommen. Bei mündliche Prüfung habe ich nur einen Tag gelernt und positiv geschafft. Es kommt mehr auf Verständnis und er ist wirklich sehr nett. Er hilft einem wirklich weiter, wenn einer nicht weiter kommt.

WS17: (Jänner 2018) Die Prüfung ist ab diesem Semester ausschließlich schriftlich. Die Aufgaben dabei sind den alten Prüfungen im vowi sehr ähnlich und mMn nicht schwieriger (worauf im vorhinein spekuliert wurde). Es waren 10 Aufgaben mit jeweils einigen (ich glaube ~ 4) Unteraufgaben. Dabei waren die Unteraufgaben meistens unabhängig voneinander, was in relativ vielen eher kleinen Beispielen resultierte. (Zitat Gurker vor der Prüfung: "Sie werden nicht mehr als 1-2 Zeilen pro Aufgabe benötigen). Wobei es meist 1-3 Punkte pro Aufgabe gab (d.h. Teilpunkte sind wahrscheinlich nicht viele drin). Die Prüfung deckte den gesamten Stoff relativ gut ab. Auch einige Theoriefragen bspweise zu Covarianz waren als Kreuzerlfragen gegeben. Die ersten beiden Aufgaben waren, ähnlich den alten Prüfungen, Boxplot bzw statistische Werte berechnen (leichte Punkte!). Ich empfehle sowohl alte Prüfungen aus dem vowi zu rechnen sowie die Übungsbeispiele noch einmal anzusehen und die Beispiele auf den Folien, da die meisten Prüfungsbsp Aufgaben wie diesen sehr ähnlich waren.

SS18: (März 2018) Die Prüfung war der Prüfung vom Jänner sehr ähnlich. Die Beispiele orientierten sich insgesamt sehr an den alten Prüfungen. Es gab viele kleine Beispiele, wobei viele leicht mit dem Skriptum zu beantworten sind. Daher ist es von Vorteil, die wichtigsten Stellen zu markieren um diese während der Prüfung leichter zu finden. Der Lernaufwand ist relativ gering, wenn man die Übung gemacht hat, da die Beispiele eher einfach gehalten sind. Jedoch ist die Prüfung ohne übertriebenen Aufwand( > 2 Wochen) zu schaffen, auch wenn man die Übung nicht besucht hat.

Dauer der Zeugnisausstellung[Bearbeiten]

WS14: Ein Tag nach der mündlichen kam das Zeugnis.

WS14: (Prüfung Mitte März 2015) Ein paar Tage. Hatte mündliche Prüfung am Dienstag, Zeugnis am Freitag

WS16: Zeugnis war am nächsten Tag da.

WS16/SS17: Zeugnis wurde am nächsten Tag ausgestellt (mündlicher Prüfungstermin 28.06.2017).

Zeitaufwand[Bearbeiten]

  • Ohne Vorlesung, Übung und ohne Vorkenntnisse aus demselben Semester würde ich jeweils 1-2 Wochen für die schriftliche und mündliche Prüfung einplanen.
  • Je nachdem wie intensiv man lernen kann, empfehle ich 2-4 Wochen für die schriftliche Prüfung and anschließend 1-2 Wochen wiederholen bis zur mündlichen Prüfung.
  • (WS17) Für Minimalisten reicht wohl das sorgfältige Lösen und Verstehen der Übungsaufgaben der begleitenden Übung sowie das oberflächliche Lesen des Skriptums.

Unterlagen[Bearbeiten]

ein Skriptum in ausgedruckter Form von Prof. Gurker (467 Seiten A4, neueste Auflage: 2016, Kosten: 35€) ist im TU- Verlag im Freihaus erhältlich. Das Skriptum in ausgedruckter Form enthält Ergänzungen und Kapitel, die nicht prüfungsrelevant sind. Außerdem gibt es vereinzelt Lösungen zu den UE- Beispielen auf den hinteren Seiten des Skriptums.

Tipps[Bearbeiten]

  • Bei der schriftlichen Prüfung ist das VO-Skriptum in ausgedruckter Form erlaubt. Es zahlt sich daher aus, dieses möglichst gut indiziert bzw. alle relevanten Stellen im Kopf zu haben, die wichtigen Punkte anzustreichen und auch erweiternde Kommentare einzufügen, wenn gewisse Stellen nicht klar sind.
  • Es sind relativ viele Fehler in den ausgearbeiteten Prüfungen enthalten.
  • Macht die mündliche Prüfung so bald als möglich nach der schriftlichen Prüfung! (Ich habe ein Jahr damit gewartet und kann das überhaupt nicht empfehlen, weil man wirklich alles noch einmal lernen muss. Außerdem hätten sie meine schriftliche Prüfung fast nicht gefunden, weil sie eigentlich nicht im Vorjahr nachgeschaut haben.)

Verbesserungsvorschläge / Kritik[Bearbeiten]

noch offen