TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 542

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Sei der Vektorraum der Polynome in vom Grad mit Koeffizienten aus . Sei weiters eine Abbildung definiert durch

.

Untersuchen Sie, ob eine lineare Abbildung ist. Untersuchen Sie weiters auf Injektivität und Surjektivitat.

Bestimmen Sie die Matrix der linearen Abbildung bezüglich der Basis von .

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== Lösungsvorschlag von ~~~ ==
--~~~~

Siehe auch Hilfe:Formeln und Hilfe:Beispielseiten.


Hilfreiches von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lineare Abbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seien und Vektorräume über dem Körper .

  • Jede lineare Abbildung kann durch eine Matrix festgelegt werden, für die gilt:
  • Umgekehrt legt jede eine lineare Abbildung fest.
  • Eine Funktion ist injektiv, wenn
  • Eine Funktion ist surjektiv, wenn mit .
  • Eine Funktion ist bijektiv, wenn sie sowohl injektiv, als auch surjektiv ist.
  • Zwei Polynome aus ten Grades mit und sind genau dann gleich, wenn gilt für .

Kontrolle der Abbildung mit


Doppelsumme


Wir vergleichen die beiden Ergebnisse:


Lösungsvorschlag von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

--Har203 02:01, 5. Jan. 2026 (CET)

Sei der Vektorraum der Polynome in vom Grad mit Koeffizienten aus . Sei weiters eine Abbildung definiert durch

.

Untersuchen Sie, ob eine lineare Abbildung ist. Untersuchen Sie weiters auf Injektivität und Surjektivitat.

Bestimmen Sie die Matrix der linearen Abbildung bezüglich der Basis von .

Wir haben hier zwei Möglichkeiten diese Abbildungsmatrix aufzustellen:

  • ) Als Abbildung von , bei der es weder eine Injektivität, noch eine Bijektivität der Abbildung geben kann, oder
  • ) als Endomorphismus von , bei der es durch den Dimensionsverlust weder eine Surjektivität, noch eine Bijektivität der Abbildung geben kann.

Beweis der additiven Verträglichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegeben seien zwei Polynome und beide vom Grad mit für .

Zuerst schauen wir uns die ersten Abbildungen für an.

Zu zeigen ist, dass und bzw. , da die Dimension um vermindert wird


Beweis der multiplikativen Verträglichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegeben sei wieder das oben definierte Polynom .

Zu zeigen ist, dass und gilt.


ist eine lineare Abbildung.

Matrix von F[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese lineare Abbildung bildet vom Vektorraum in den Vektorraum ab. hat eine niedrigere Dimension als . Daher kann diese lineare Abbildung weder injektiv noch bijektiv sein. Für die Abbildungsmatrix benötigen wir eine -Matrix. Die Basis ist bezüglich und bezüglich .

Wir schauen uns die Bilder der Basisvektoren an (eigentlich als Spaltenvektor: da es platzsparender ist, als transponierter Vektor):

D.h. unsere Abbildungsmatrix hat die Dimension , besteht aus den oben angegebenen Spaltenvektoren, hat folgende Eigenschaften und schaut mit zusätzlicher Überschrift in der Matrix folgend aus:

  • Die Diagonale (-te Zeile und -ten Spalte mit ) hat lauter er,
  • unterhalb dieser Diagonale (für stehen auch lauter er,
  • direkt oberhalb der Diagonale stehen die Binomialkoeffizienten \binom{j-1}{i-1} von der -ten Zeile und -ten Spalte für .

Abbildung bzw. Matrix injektiv, surjektiv, bijektiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist diese Abbildung injektiv, surjektiv oder bijektiv?

Wir haben oben bereits erwähnt, dass wir zwei Möglichkeiten für diese Abbildungsmatrix zum Aufstellen haben:

  1. Als Abbildung von , bei der es weder eine Injektivität, noch eine Bijektivität der Abbildung geben kann, oder
  2. als Endomorphismus von , bei der es durch den Dimensionsverlust weder eine Surjektivität, noch eine Bijektivität der Abbildung geben kann.


Ad Diese lineare Abbildung bildet vom Vektorraum in den Vektorraum ab. hat eine niedrigere Dimension als . Daher kann diese lineare Abbildung weder injektiv noch bijektiv sein. Der Kern der Matrix sind der Nullvektor zusammen mit der Menge der Konstanten mit den Vektoren . D.h. die Dimension des Kerns, der Defekt . Es gilt, dass der Bildraum ist, also hat die Matrix den Rang und die Abbildung ist surjektiv.


Ad Diese lineare Abbildung bildet einen Endomorphismus () vom Vektorraum in den selben Vektorraum ab. hat die gleiche Dimension wie . Der Kern der Matrix ist wieder der Nullvektor zusammen mit der Menge der Konstanten . Zusätzlich führt die Abbildung eine Reduktion der höchsten Potenz aus. Daher kann die höchste Potenz nicht als Bild der Abbildung auftreten. D.h. die Abbildung kann nicht injektiv, nicht surjektiv und damit auch nicht bijektiv sein.