Sei
der Vektorraum der Polynome in
vom Grad
mit Koeffizienten aus
. Sei weiters eine Abbildung
definiert durch
.
Untersuchen Sie, ob
eine lineare Abbildung ist. Untersuchen Sie
weiters auf Injektivität und Surjektivitat.
Bestimmen Sie die Matrix der linearen Abbildung
bezüglich der Basis
von
.
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Vorlage:Beispiel)
Vektorraum
Polynomräume
- Lineare Abbildung
Definition:
Seien
und
Vektorräume über dem Körper
.
heißt lineare Abbildung (Homomorphismus), wenn


Jede lineare Abbildung kann auch durch eine Matrix
festgelegt werden, für die gilt:

Umgekehrt legt jede Matrix
eine lineare Abbildung fest.
Abbildungsmatrix
- Dimension
Dimension[Bearbeiten, Wikipedia, 3.17 Definition]
Die Dimension eines Vektorraums bezeichnet die Anzahl der Vektoren in jeder Basis von ihm. (Alle Basen eines Vektorraums enthalten dieselbe Anzahl von Vektoren.)
- Rang
Bei einer linearen Abbildung
ist der Rang als Dimension des Bildes dieser Abbildung definiert. Dabei gilt stets, dass eine lineare Abbildung und die zugehörige Abbildungsmatrix denselben Rang haben:
, also dem Bild der Abbildung
.
- Kern
Der Kern einer Abbildung dient in der Algebra dazu, anzugeben, wie stark die Abbildung von der Injektivität abweicht. Dabei ist die genaue Definition abhängig davon, welche algebraischen Strukturen betrachtet werden. So besteht beispielsweise der Kern einer linearen Abbildung
zwischen Vektorräumen
und
aus denjenigen Vektoren in
, die auf den Nullvektor in
abgebildet werden; er ist also die Lösungsmenge der homogenen linearen Gleichung
und wird hier auch Nullraum genannt. In diesem Fall ist
genau dann injektiv, wenn der Kern nur aus dem Nullvektor in
besteht. Analoge Definitionen gelten für Gruppen- und Ringhomomorphismen. Der Kern ist von zentraler Bedeutung im Homomorphiesatz.
Definition
Ist
eine lineare Abbildung von Vektorräumen, dann heißt die Menge

- der Kern von
. Er ist ein Untervektorraum von
.
Eigenschaften von Abbildungen: injektiv / surjektiv / bijektiv
- Eine Funktion
ist injektiv, wenn 
- Eine Funktion
ist surjektiv, wenn
mit
.
- Eine Funktion
ist bijektiv, wenn sie sowohl injektiv, als auch surjektiv ist.
- lineare Abbildung injektiv / surjektiv / bijektiv
- Monomorphismus: Ein Monomorphismus zwischen Vektorräumen ist eine lineare Abbildung
, die injektiv ist. Dies trifft genau dann zu, wenn die Spaltenvektoren der Darstellungsmatrix linear unabhängig sind.
- Epimorphismus: Ein Epimorphismus zwischen Vektorräumen ist eine lineare Abbildung
, die surjektiv ist. Das ist genau dann der Fall, wenn der Algebra) Rang der Darstellungsmatrix gleich der Dimension von
ist.
- Isomorphismus: Ein Isomorphismus zwischen Vektorräumen ist eine lineare Abbildung
, die bijektiv ist. Das ist genau der Fall, wenn die Darstellungsmatrix regulär ist. Die beiden Räume
und
bezeichnet man dann als isomorph.
- Endomorphismus: Ein Endomorphismus zwischen Vektorräumen ist eine lineare Abbildung, bei der die Räume
und
gleich sind:
. Die Darstellungsmatrix dieser Abbildung ist eine quadratische Matrix.
- Automorphismus: Ein Automorphismus zwischen Vektorräumen ist eine bijektive lineare Abbildung, bei der die Räume
und
gleich sind. Er ist also sowohl ein Isomorphismus als auch ein Endomorphismus. Die Darstellungsmatrix dieser Abbildung ist eine reguläre Matrix.
--Har203 13:21, 5. Jan. 2026 (CET)
Sei
der Vektorraum der Polynome in
vom Grad
mit Koeffizienten aus
. Sei weiters eine Abbildung
definiert durch
.
Untersuchen Sie, ob
eine lineare Abbildung ist. Untersuchen Sie
weiters auf Injektivität und Surjektivitat.
Bestimmen Sie die Matrix der linearen Abbildung
bezüglich der Basis
von
.
Anmerkung: Diese lineare Abbildung ist eine Verschiebung auf der x-Achse um
nach links. Diese Abbildung ist bijektiv und die Umkehrfunktion ist definiert durch
.


Gegeben seien zwei Polynome
und
beide
vom Grad
mit
für
.
Zuerst schauen wir uns die ersten Abbildungen für
an.

Zu zeigen ist, dass
und
.
Gegeben sei wieder das oben definierte Polynom
.
Zu zeigen ist, dass
und
gilt.
ist eine lineare Abbildung.
Diese lineare Abbildung bildet vom Vektorraum
in den gleichen Vektorraum
ab. Für die Abbildungsmatrix benötigen wir daher eine
-Matrix. Die Basis
ist bezüglich beider Vektorräumen
und
.
Wir schauen uns die Bilder der Basisvektoren an (eigentlich als Spaltenvektor: da es platzsparender ist, als transponierter Vektor):
D.h. unsere Abbildungsmatrix
hat die Dimension
, besteht aus den oben angegebenen Spaltenvektoren, hat folgende Eigenschaften und schaut mit zusätzlicher Überschrift in der Matrix folgend aus:
- Die Diagonale der quadratischen Matrix hat für (
-te Zeile und
-ten Spalte mit
) lauter
er,
- unterhalb dieser Diagonale (für
stehen auch lauter
er,
- direkt oberhalb der Diagonale stehen die Binomialkoeffizienten \binom{j-1}{i-1} von der
-ten Zeile und
-ten Spalte für
.
Ist diese Abbildung injektiv, surjektiv oder bijektiv?
- Wir können die Determinate
über die erste Spalte entwickeln und erhalten
. Eine quadratische Matrix ist genau dann invertierbar, wenn die Determinate der Matrix
ist. D.h. es existiert die inverse Matrix
. D.h., dass die Matrix invertierbar bzw. regulär ist. Es handelt sich um eine bijektive Abbildung.
D.h. die Dimension des Kerns, der Defekt
. Es gilt, dass der Bildraum
ist, also hat die Matrix den Rang
und die Abbildung ist bijektiv.
Wikipedia:
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