TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 543

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Sei der Vektorraum der Polynome in mit Koeffizienten aus . Sei weiters eine Abbildung definiert durch .

Untersuchen Sie, ob $I$ eine lineare $\Lambda$ bbildung ist. Ist diese Abbildung injektiv, surjektiv oder bijektiv?

Anmerkung: Es handelt sich hier um die lineare Abbildung von einem Polynom zu seinem unbestimmten Integral.

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== Lösungsvorschlag von ~~~ ==
--~~~~

Siehe auch Hilfe:Formeln und Hilfe:Beispielseiten.


Hilfreiches von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lineare Abbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seien und Vektorräume über dem Körper .

  • Jede lineare Abbildung kann durch eine Matrix festgelegt werden, für die gilt:
  • Umgekehrt legt jede eine lineare Abbildung fest.
  • Eine Funktion ist injektiv, wenn
  • Eine Funktion ist surjektiv, wenn mit .
  • Eine Funktion ist bijektiv, wenn sie sowohl injektiv, als auch surjektiv ist.
  • Zwei Polynome aus ten Grades mit und sind genau dann gleich, wenn gilt für .

Lösungsvorschlag von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

--Har203 02:45, 4. Jan. 2026 (CET)

Sei der Vektorraum der Polynome in mit Koeffizienten aus . Sei weiters eine Abbildung definiert durch

.

Untersuchen Sie, ob eine lineare Abbildung ist. Ist diese Abbildung injektiv, surjektiv oder bijektiv ?

  • heißt lineare Abbildung (Homomorphismus), wenn

Wir haben hier eine Abbildung vom Vektorraum

Beweis der additiven Verträglichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegeben seien zwei Polynome und beide vom Grad mit für .

Zuerst schauen wir uns die ersten Abbildungen für an.


Zu zeigen ist, dass und gilt.


Beweis der multiplikativen Verträglichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegeben sei wieder das oben definierte Polynom .

Zu zeigen ist, dass und gilt.


ist eine lineare Abbildung.

Matrix von I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese lineare Abbildung bildet vom Vektorraum in den Vektorraum ab. hat also eine höhere Dimension als . Daher kann diese lineare Abbildung weder surjektiv noch bijektiv sein. Für die Abbildungsmatrix benötigen wir eine -Matrix. Die Basis ist bezüglich und bezüglich .

Wir schauen uns die Bilder der Basisvektoren an (eigentlich als Spaltenvektor: da es platzsparender ist, als transponierter Vektor):

D.h. unsere Abbildungsmatrix hat die Dimension , besteht aus den oben angegebenen Spaltenvektoren, hat folgende Eigenschaften und schaut mit zusätzlicher Überschrift in der Matrix folgend aus:

  • Die Diagonale (-te Zeile mit der -ten Spalte) hat lauter er,
  • oberhalb dieser Diagonale stehen auch lauter er,
  • direkt unterhalb der Diagonale stehen die Werte für die -te Zeile, -te Spalte und
  • unterhalb dieser Werte befinden sich ebenfalls wieder lauter er.

Abbildung bzw. Matrix injektiv, surjektiv, bijektiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist diese Abbildung injektiv, surjektiv oder bijektiv?

Da diese lineare Abbildung von einer Dimension in einer höhere Dimension abbildet, kann diese Abbildung weder surjektiv noch bijektiv sein.

Der Rang der Matrix ist , da alle Zeilen der Matrix an unterschiedlichen Spaltenpositionen genau einen Wert enthalten. D.h. der Kern der Matrix ist ausschließlich der Nullvektor (). Damit ist die Dimension des Kerns, der Defekt . Der Spaltenrang der Abbildung ist . Daher sind alle Spalten linear unabhängig. Daraus folgt, dass die Abbildung injektiv ist.