TU Wien:Algebra und Diskrete Mathematik VU (diverse)/Übungen 2025W/Beispiel 540

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Sei der Vektorraum der Polynome in vom Grad mit Koeffizienten aus . Sei weiters eine Abbildung definiert durch

.

Untersuchen Sie, ob eine lineare Abbildung ist. Untersuchen Sie weiters auf Injektivität und Surjektivitat.

Bestimmen Sie die Matrix der linearen Abbildung bezüglich der Basis von .

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== Lösungsvorschlag von ~~~ ==
--~~~~

Siehe auch Hilfe:Formeln und Hilfe:Beispielseiten.


Lösungsvorschlag von Königd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

--Königd 13:43, 18. Jun. 2019 (CEST)

Wenn man sich die Angabe 527), auf der dieses Beispiel basiert, genauer anschaut, fällt einem auf, dass die Abbildung

eigentlich die eine Ableitung eines Polynoms darstellt.

Lineare Abbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damit eine Abbildung als lineare bezeichnet werden darf, müssen folgende Eigenschaften gelten:

a)

b)


Punkt a) ist recht einfach zu zeigen, denn man kann es durchrechnen oder argumentieren:

Punkt b) kann man auf genau die selbe art und weiße nachrechnen, jedoch kann man hier argumentieren, dass ein Skalar aus einer Summe herausgehoben werden kann und somit ersparrt man sich das ganze nachrechnen.

Injektivität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da es sich um Ableitungsfunktionen handelt, und jede Ableitung unendlich viele Stammfunktionen hat (verschoben um die additive Konstante) ist diese Funktion nicht injektiv.

Surjektivität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Ableitungsfunktion hat auch eine bzw. sogar unendlich viele Stammfunktionen. Damit ist klar, dass die Funktion surjektiv ist.

Matrix der Linearen Abbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schluss endlich muss man die Matrix A angeben, welche die Abbildung beschreibt.

Hierfürh haben wir die Basis gegeben.

Für die Matrix A muss jedoch gelten:

Daraus folgt gleich, dass die Matrix A als Spaltenmatrix so aussehen muss

Hilfreiches von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lineare Abbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seien und Vektorräume über dem Körper .

  • Jede lineare Abbildung kann durch eine Matrix festgelegt werden, für die gilt:
  • Umgekehrt legt jede eine lineare Abbildung fest.
  • Eine Funktion ist injektiv, wenn
  • Eine Funktion ist surjektiv, wenn mit .
  • Eine Funktion ist bijektiv, wenn sie sowohl injektiv, als auch surjektiv ist.

Lösungsvorschlag von Har203[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sei der Vektorraum der Polynome in vom Grad mit Koeffizienten aus . Sei weiters eine Abbildung definiert durch

.

Untersuchen Sie, ob eine lineare Abbildung ist. Untersuchen Sie weiters auf Injektivität und Surjektivitat.

Bestimmen Sie die Matrix der linearen Abbildung bezüglich der Basis von .


Anmerkung: Diese lineare Abbildung ist die polynomiale Ableitung mit Reduktion der Dimension um den Wert . Daher kann die Abbildung weder injektiv noch bijektiv sein.

Wir haben hier zwei Möglichkeiten:

  1. Wir erstellen eine Abbildung von , also eine Abbildung mit Dimensionsreduktion. Diese Abbildung kann natürlich nicht injektiv bzw. bijektiv sein, dafür wird diese Abbildung surjektiv sein. Die Abbildungsmatrix ist eine -Matrix.
  2. Wir erstellen einen Endomorphismus, also eine Abbildung von , also eine Abbildung ohne Dimensionsreduktion. Diese Abbildung kann natürlich nicht surjektiv bzw. bijektiv sein, wird aber auch nicht injektiv sein, da die Ableitung aller Konstanten und der Kern mit Defekt und . Die Abbildungsmatrix ist eine -Matrix.


Beweis der additiven Verträglichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegeben seien zwei Polynome und beide vom Grad mit für .

Zuerst schauen wir uns die ersten Abbildungen für an.

Zu zeigen ist, dass und .


Beweis der multiplikativen Verträglichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegeben sei wieder das oben definierte Polynom .

Zu zeigen ist, dass und gilt.


ist eine lineare Abbildung.

Matrix von D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bereits oben erwähnt, haben wir zwei Möglichkeiten:

  1. Wir erstellen eine Abbildung von mit Dimensionsreduktion oder
  2. Wir erstellen einen Endomorphismus von , also ohne Dimensionsreduktion.

Wir schauen uns die Bilder der Basisvektoren an (eigentlich als Spaltenvektor: da es platzsparender ist, als transponierter Vektor):

D.h. unsere Abbildungsmatrix hat die Dimension , besteht aus den oben angegebenen Spaltenvektoren, hat folgende Eigenschaften und schaut mit zusätzlicher Überschrift in der Matrix folgend aus:

  • Die Diagonale der Matrix hat für (-te Zeile und -ten Spalte mit ) lauter er,
  • unterhalb dieser Diagonale (für stehen auch lauter er,
  • direkt oberhalb der Diagonale stehen die Werte der Matrix mit beginnend in der Zeile und Spalte. Der Werte in der -ten Zeile, -ten Spalte ist ,
  • direkt oberhalb dieser Werte stehen wieder nur .


Abbildung bzw. Matrix injektiv, surjektiv, bijektiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist diese Abbildung injektiv, surjektiv oder bijektiv?

Wir haben hier zwei Möglichkeiten:

  1. So wie oben: Wir erstellen eine Abbildung von , also eine Abbildung mit Dimensionsreduktion. Diese Abbildung kann natürlich nicht injektiv bzw. bijektiv sein, dafür wird diese Abbildung surjektiv sein. Die Abbildungsmatrix ist eine -Matrix. Diese Matrix hat an Zeilen bzw. Spalten einen einzigen Eintrag und muss daher den Rang haben. Die Dimension von . D.h. der Defekt - klar das sind die Konstanten, also alle . D.h, dass diese Abbildung surjektiv ist.
  2. Wir erstellen einen Endomorphismus, also eine Abbildung von , also eine Abbildung ohne Dimensionsreduktion. Diese Abbildung kann natürlich nicht surjektiv bzw. bijektiv sein, wird aber auch nicht injektiv sein, da die Ableitung aller Konstanten und der Kern mit Defekt und . Die Abbildungsmatrix ist eine -Matrix. Die Matrix von oben mit einer zusätzlichen unteren Zeile mit lauter . Anmerkung zur Surjektivität: Durch die Dimensionsreduzierung fehlen im Bildraum alle Bilder mit der höchsten Potenz .