TU Wien:Betriebssysteme VO (Puschner)

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Daten[Bearbeiten]

Die Vorlesung ist eng mit der LVA Betriebssysteme UE verbunden, ein gleichzeitiges Absolvieren scheint sinnvoll (aber sicher nicht notwendig).

Benötigte Vorkenntnisse[Bearbeiten]

Wenige. Man sollte einfachen Programmcode verstehen können, Grundzüge von Betriebssystemen und Computerarchitektur sind hilfreich.

Zeitaufwand[Bearbeiten]

Unter dem Semester eher gering. Geht man in die Vorlesung, sollte es keine Probleme mit dem Verstehen des Stoffs geben. Für die Prüfung ist allerdings dann schon einiges an Lern- und Übungsaufwand gefragt (siehe Prüfung).

Vortrag[Bearbeiten]

  • Eher anstrengend. Die Folien sind an sich gut und übersichtlich gemacht, aber der Vortrag ist eher einschläfernd, da nicht gerade zügig im Stoff vorangeschritten wird.
  • Das kann ich so nicht stehen lassen!! Finde, man kann dem Vortragenden sehr gut folgen. Er schafft es, einen umfangreichen Stoff mit ausführlichen Details und Beispielen zu bringen.Im Gegensatz zu anderen VO wird nicht gehudelt und nichts übersprungen. Finde die VO daher besuchenswert, das kann ich nicht von jeder VO sagen.
  • Sollten Diskussionen nicht eher in der Diskussionen Registerkarte geführt werden?
  • Ich geb am besten auch noch meinen Senf dazu: fand den Vortrag gut, aber die Folien leider nahezu unbrauchbar!

Prüfung[Bearbeiten]

Für viele ist die Prüfung dann um einiges schwerer als die Vorlesung es suggeriert. Es ist auch möglich eine mündliche Prüfung zu machen, die Fragen sind eher grob formuliert und man bekommt nur ein Beispiel, welches sofort vom Professor korrigiert wird, dies ist von Vorteil gegenüber der schriftlichen Variante. Für die Prüfung ist es empfehlenswert (aber nicht notwendig) die entsprechenden Kapitel im Buch Operating Systems von Stalling zu lesen.

Es gibt auch ein paar Prüfungsberichte im Diskussionsbereich und zur mündlichen Prüfung im Forum.

Schriftlich[Bearbeiten]

Prinzipiell ist die schriftliche Prüfung in 3 Teile geteilt: 1 praktisches Beispiel zu Semaphoren, 1 praktisches Beispiel zu Deadlock/Speicher/Prozess Management, Theoriefragen

1) Das Semaphoren-Beispiel ist relativ einfach, obwohl nicht ganz klar gestellt wird, welche Konstrukte nun erlaubt sind. Dieser Beispieltyp kommt in der VO vor, und ist damit eigentlich machbar.

2) Das zweite praktische Beispiel schwankt im Schwierigkeitsgrad zwischen mittel und unschaffbar. Je nach Laune des Professors werden werden gerne unbekannte Fremdworte (Sedezimal) und Konzepte die in der VO effektiv nur wenige Minuten besprochen wurden (Inverted Page Table, Clock replacement strategy, etc.) bis ins Detail gefragt.

3) Bei den Theoriefragen handelt es sich um irgendetwas zwischen einem glorifizierten Vokabel-Test und Begriffe-Raten. Fragen wie "Was bedeutet Buffering" und "Was bedeutet Relocation" sind dabei der Regelfall. Wer nicht zufällig ein Glossar angelegt hat, das einen Erinnert, was denn mit jedem Begriff genau gemeint ist, hat oft Pech gehabt. Ebenso ist der Kontext oft unklar, was den Test teilweise auf ein Ratespiel reduziert. Nachfragen vor Ort hat erwartungsgemäß oft keinen Erfolg, egal wie unklar die Fragestellung ist. (z.B. "Was sind besondere reguläre Dateien in einem Betriebssystem")

Meine empfohlene Strategie:

Obwohl das Fach nur 2 ECTS gibt, ist der Test nicht zu unterschätzen. Der Lernaufwand liegt in etwa gleich auf mit 4 ECTS Theoriefächern wie z.B. Verteilte Systeme, Statistik, Visual Computing, etc.

Wer die LVA-Aufzeichnungen durchgeht, und gewissenhaft einen Katalog an Begriffen anlegt, ist bei dem Test schon fast auf der sicheren Seite, da der Theorie-Teil hoch gewichtet wird.

Das Semaphoren-Beispiel ist zwangsläufig sehr ähnlich zu denen in vorheriger Tests. Ein wenig Übung macht dieses Beispiel sehr einfach.

Beim zweiten Beispiel muss man sich etwas auf das eigene Glück verlassen, da es gut sein kann, dass etwas gefragt wird, das man nicht vorher gelernt hat. Alte Testangaben sind hier nur eingeschränkt hilfreich, da es keine Komplettlösungen gibt, und das gesuchte Lösungs-Schema u.U. nicht intuitiv ist (bzw. noch nie präsentiert wurde).

Fazit: Begriffe und Semaphoren lernen.

Wenn's dennoch nicht klappt ist der mündliche Test auch eine Option. Mir wurde gesagt, dass die Fragestellungen erheblich Verständnis-orientierter und klarer sein soll. Außerdem ist die Möglichkeit für Rückfragen definitiv ein Segen bei diesem Professor.


Weitere Meinung(en):

Prof. Puschner bietet viele alte Testangaben auf der Homepage an. Die Theoriefragen wiederholen sich und wenn man die letzten 4-5 Prüfungen beherrscht, kann man praktisch alle Theoriefragen ohne Probleme lösen (Und ist damit schon durch). Ansonsten kommt immer ein Semaphorenbeispiel, das von der Schwierigkeit zwischen leicht und sehr schwer liegt (Je nach Laune von Prof. Puschner). Es macht sich also bezahlt einige Semaphorenbeispiele im vorhinein gelöst zu haben. Als letztes Beispiel kommt ein weiteres Beispiel (Entweder Deadlock Detection, Deadlock Avoidance, Scheduling oder Memory Management). Viele dieser Beispiele wiederholen sich auch (Nur mit geänderten Werten).

Daher meine Empfehlung: Einfach mehrere Testbeispiele komplett ausarbeiten und wiederholen.

Mündlich[Bearbeiten]

Zur Anmeldung: Zu den meisten schriftlichen Terminen gibt es wenige Tage im Voraus 2-4 mündliche Prüfungsslots (á 5 Personen). Diese sind oft sofort voll, und mit langen Wartelisten belegt - Also rechtzeitig entschließen, ob man denn mündlich antreten möchte, und die Prüfungsanmeldung (wie auch limitierte LVAs) zum Freischalt-Zeitpunkt campen.

Er will die Schlagworte hören, die er in der Vorlesung verwendet hat. Rein aus eigenem Verständnis eine Erklärung geben reicht oft nicht. Es wird geholfen, falls einem der richtige Terminus gerade nicht einfällt, Nachfragen gibt es aber natürlich auch. Es werden nur 3 Fragen gestellt (eine davon ein relativ leichtes Praxisbeispiel, das sich quasi 1:1 an den Folien orientiert), die zwei anderen wiederholen sich auch relativ stark. Eine positive Note ist relativ leicht möglich (vor allem im Vergleich zur schriftlichen Prüfung mit ungleich weniger Aufwand), für eine sehr gute Note muss man aber auch alle Rückfragen beantworten können, was nicht immer ganz leicht ist, da hier die Stichwörter auf den Folien nicht immer ausreichen.

Dauer der Zeugnisausstellung[Bearbeiten]

Bei der schriftlichen Prüfung kommt ca. 1-2 Monate nach der Prüfung das Zeugnis. Die Frist von 4 Wochen wird durchgängig nicht eingehalten! Bei der mündlichen Prüfung kommt ca. 2 Tage nach der Prüfung das Zeugnis, teilweise aber auch schon am gleichen Tag.

  • Ich hatte Prüfung am 23.4.2008, Zeugnis ist 20.5.2008 gekommen. -- Mati
  • Schriftliche Prüfung am 18.1.2013, Zeugnis ist am 27.2.2013 gekommen. (>4W)
  • Schriftliche Prüfung am 16.01.2015, Zeugnis ist am 06.03.2015 gekommen. (>4W)
  • Schriftliche Prüfung am 16.01.2016, Zeugnis ist am 25.2.2016 gekommen. (>4W)
  • Schriftliche Prüfung am 4.11.2016, Zeugnis ist am 23.11.2016 gekommen (aber nur ~15 Studenten haben die Prüfung gemacht)
  • Schriftliche Prüfung am 23.01.2017, Zeugnis ist am 04.03.2017 gekommen (39 Tage)
  • Schriftliche Prüfung am 21.04.2017, Zeugnis ist am 26.05.2017 gekommen (35 Tage)
  • Schriftliche Prüfung am 03.11.2017, Zeugnis ist am 30.11.2017 gekommen (27 Tage, Nebentermin)

Eine schnellere Benotung der Prüfung ist anscheinend nicht möglich. Habe eine E-Mail geschrieben, dass es meine letzte Prüfung für den Bachelor ist. Keine Antwort, Prüfung war vor über 6 Wochen und immer noch kein Zeugnis da... (Prüfung 17.01.2014) Zeugnis wurde am 05.03.2014 ausgestellt.

WS2014 - Eine schnellere Zeugnisausstellung ist sehr wohl möglich! Bei der Abgabe habe ich Prof. Puschner gefragt, ob er meine Prüfung nicht schneller bewerten könnte, da es meine letzte Prüfung im Bachelor ist. Zeugnis war 30min nach der Prüfung ausgestellt - 07.11.2014

Autodidakt[Bearbeiten]

Leute, denen es liegt, können sich den Stoff der Vorlesung auch leicht durch das Buch [STA04] aneignen, das die Vorlesung nahezu vollkommen abdeckt. Am besten Buch hernehmen und Folien zur Abgrenzung des Stoffes verwenden (Die Folien beinhalten alles, was kommen könnte, aber nur sehr grob).

Die Prüfung kann aber durchaus auch ohne Buch geschafft werden, wenn du die Prüfungsordner brav durchrechnest und die Folien 1-2 mal durchliest.

WS 2015: Die Zusammenfassung SS11 enthält den Stoff relativ ausführlich und teilweise verständlicher als in den Folien. Zu beachten ist allerdings, dass Rate Monotonic Scheduling und Schedulability Test in den Folien vom WS 2015 nicht mehr vorkommt (daher wohl nicht mehr relevant ist), dafür das Kapitel "BS und Netzwerke" (bs10_distribution.pdf) in der Zusammenfassung fehlt. Abgesehen davon, müsste es ausreichen, die Zusammenfassung (auf Verständnis) und Altfragen zu lernen und die Praxisbeispiele zu üben.

Zeitaufwand[Bearbeiten]

  • Schriftliche Prüfung: Eine Woche Buch und/oder Folien durchlesen und PO's durcharbeiten sollte locker reichen um die Prüfung zu schaffen. Allerdings ist die Prüfung seit dem WS 06 wieder theorielastiger, man sollte sich daher nicht zu sehr auf die Rechenbeispiele in den POs konzentrieren.
  • Mündliche Prüfung: 3 Tage Folien durchlesen, Altfragen lernen. Ohne Vorlesungsbesuch empfiehlt sich, gelegentlich das Buch zur Hand zu nehmen, und einen Tag länger einzuplanen.
  • WS16: Das kann ich so nicht bestätigen. Für das organisieren des Stoffs allein (die Folien reichen bei weitem nicht aus und die Kapitel übers Buch sind verstreut) braucht man schonmal 12h. Dann noch 12h Semaphor-Beispiele durchgehen (vowi, informatik-forum) und dann muss man sich das alles mal durchlesen/markieren/etc. empfehle mindestens 6 Tage fürs Lernen, um mit sicherem Gefühl zur Prüfung zu gehen.

Verwandte LVAs[Bearbeiten]

Betriebssysteme UE: Besonders der VO teil ist eng mit Betriebssystemen verbunden...

Literatur[Bearbeiten]

Verbesserungsvorschläge / Kritik[Bearbeiten]

noch offen