TU Wien:Technische Grundlagen der Informatik VU (Kastner)

Aus VoWi
Wechseln zu: Navigation, Suche

Daten[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

  • Kenntnisse zur Darstellung von Zahlen in Computern
  • Grundlagen der Booleschen Algebra und Minimierungsverfahren
  • Grundlagen digitaler Schaltungstechnik
  • Gatterschaltungen (Addierer, Codierer, Multiplexer,...)
  • Schaltnetze mit programmierbaren Bausteinen (ROM, PROM/EPROM, PLA, PAL)
  • Speicherglieder (RS, JK, D) und Speicher (statisch, dynamisch)
  • Synthese und Analyse von Schaltwerken
  • Prozessorarchitekturen
  • Adressierungsarten, Befehlssatz, RISC/CISC und Pipelining
  • Speicherverwaltung
  • Multicore
  • Ein-/Ausgabe und Peripheriegeräte
  • Systemsoftware (Kurzüberblick)

Ablauf[Bearbeiten]

Stand WS 2014:

Es gibt traditionelle Vorlesungen, 3 schriftliche Tests, dazu 8 Übungsrunden mit je 8-9 Beispielen. Die gelösten Beispiele müssen bis zum Sonntag vor der Übungswoche im TUWEL angekreuzt und ein PDF mit den Lösungen hochgeladen werden.

Die ersten 2 Übungsrunden sind eine Art "Eingangsphase". Es müssen mindestens 8 Beispiele (50 %) im TUWEL angekreuzt und die Lösung als PDF hochgeladen werden, allerdings muss das Ergebnis noch nicht von Studenten an der Tafel präsentiert werden (dafür werden die korrekten Lösungen in einer Massenvorlesung gezeigt). Wer das gemacht hat, kann sich für Übungsgruppen zu je ca. 20 Teilnehmern anmelden (ähnlich wie in Mathematik). Jeder Student wird insgesamt ca. 2 bis 3 Mal (bei sehr vielen Kreuzen ist auch 4 Mal möglich) für ein angekreuztes Beispiel aufgerufen, die Lösung aus seinem PDF wird projiziert und der Lösungsweg muss erklärt werden. Die Auswahl der Leute ist dabei wirklich zufällig, ob man gerade in der letzten Übung dran war und wie oft man schon dran war, spielt dabei quasi keine Rolle.

Die 3 Tests bauen inhaltlich aufeinander auf (z.B. der 3. Test kann in einer Frage Stoff aus dem 1. Test voraussetzen). Es gibt einen Ersatztermin zum Ausbessern eines versäumten oder negativen Tests. Der Stoff dieses Ersatztests umfasst aber den gesamten (!) Stoffumfang, was ziemlich hart ist.

Benötigte/Empfehlenswerte Vorkenntnisse[Bearbeiten]

Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Wenn man sich aber schon vorher mit den Inhalten beschäftigt hat, hat man in dieser LVA einen großen Vorteil.

Vortrag[Bearbeiten]

Es lohnt sich wirklich (im Unterschied zu anderen LVAs) die Vorlesungen zu besuchen. Auch wenn man aufgrund des Tempos vielleicht nicht immer jedes Detail gleich auf Anhieb versteht, so erhält man auf jeden Fall einen guten Überblick über das Themengebiet, welches als nächstes zu behandeln ist, sodass es einem wesentlich einfacher fallen wird, sich genauer in den Stoff einzulesen. Die meisten VOs können auch als Stream im TUWEL nachgeschaut werden, aufgrund häufiger technischer Faxen besteht dafür aber keine Garantie! Anmerkung: Im WS 2014 gab es keine Probleme mit den Streams.

Übungen[Bearbeiten]

Funktioniert fast gleich wie in Mathe-UE-Gruppen:

Im Tuwel kreuzt man die gelösten Beispiele an und man muss die vollständigen Lösungen zu den gekreuzten Beispielen einscannen und jeweils am Sonntag vor der UE-Gruppenwoche uploaden. Wenn man in der UE-Gruppe aufgerufen wird ein Beispiel zu präsentieren, wird von dem Präsentierendem die eigene selbsthochgeladene Lösung projiziert und man muss erklären, wie man zur Lösung kommt. Dazu kommen teilweise kleine Theoriefragen zum Thema (besonders wenn viel falsch ist). Man hat meistens die Möglichkeit, Fehler an der Tafel zu korrigieren ohne viel Abzüge zu bekommen.

Je mehr Zwischenschritte im abgegebenen PDF sind, desto klarer ist das für den Übungsgruppenleiter und desto einfach ist es auch für denjenigen, der es präsentiert, da man alles leicht nachvollziehen kann. Wenn man nur die Lösung hinschreibt, wird man zu fast 100% aufgefordert einen Zwischenschritt an der Tafel zu berechnen. Wenn ein Beispiel zu trivial bzw. zu einfach war, bekommt man noch eine Theoriefrage zusätzlich dazu, aber im Großen und Ganzen ist die Beurteilung sehr fair und gerecht. Wenn man die Beispiele selbst gemacht hat, bzw. auch wirklich nachvollzogen hat, ist es überhaupt kein Problem. Außerdem wird man nur ca. 3 Mal pro Veranstaltung aufgerufen, und es wird auch darauf geschaut, dass alle Studierenden gleich oft an der Tafel dran waren.

Prüfung, Benotung[Bearbeiten]

Stand WS 2014:

Es gibt 100 Punkte pro Test. Für jedes angekreuzte Beispiel aus Übungen 3-6 gibt es 1 Punkt. Für die durchschnittliche Bewertung der Tafelleistung in Prozent gibt es 1 Punkt pro 2% Bewertung. Für eine positive Note müssen mindestens 35 (von 50) Übungsbeispiele aus Übungen 3-6 angekreuzt werden, die Bewertung der Durchschnitts-Tafelleistungen mindestens 50% betragen und bei den Tests mindestens je 50 Punkte erreicht werden.

Notenschlüssel (Punkte der 3 Tests + Anzahl Angekreuzte Beispiele + Tafelleistung):

  • 400 >= P >= 340 Punkte: Sehr Gut (S1)
  • 339 >= P >= 300 Punkte: Gut (U2)
  • 299 >= P >= 260 Punkte: Befriedigend (B3)
  • 259 >= P >= 200 Punkte: Genügend (G4)

Tipp: Für eine große Überraschung hat der letzte und dritte Test gesorgt. Der letzte Stoffteil ist wohl am aufwendigsten und kompliziertesten, da sich die Stoffgebiete bei den letzten VOs ziemlich überschneiden. Deshalb sollte man nicht denken, dass man nur mehr wenig lernen muss, im Gegenteil, man sollte für den letzten Test am meisten lernen. Einige Studenten haben aufgrunddessen einen 5er statt einem 2er ins Zeugnis bekommen, auch weil der Nachtragstest vom Aufwand, aber auch von der Schwierigkeit deutlich schwerer war als die ersten beiden Tests.

SS 2012: Der Schwierigkeitsgrad hat im SS 2012 ordentlich angezogen im Vergleich zum Semester davor. Die Tests sind allgemein schwieriger gehalten und es kann auch sein, dass bei späteren Tests Sachen aus früheren Stoffgebieten abgeprüft werden (als Beispiel Exzessdarstellung beim dritten Test). Außerdem bringt die Theorie meist auch pro Test circa 15-20 Punkte, somit ist diese auch nicht zu vernachlässigen. Tipp zum ersten Test: Wer Numerik und Gleitkommazahlen nicht ganz verstanden hat, wird seine Probleme mit dem Erreichen einer positiven Testnote haben. Beim zweiten Test sollte man auch an alle Sachen denken, die in der Übung nicht vorgekommen sind z.B. Aufbau und Funktionen von Multiplexern etc. Der dritte Test breitet sich über ein großes Stoffgebiet aus, daher sind hier Theoriefragen ziemlich beliebt. Ein einfacher Blick in das Buch kann hier schon mal 10 Punkte wert sein, was dann am Ende sicherlich zu einem positiven Ergebnis führen kann. Bei den Tests sind auch gerne Fallen eingebaut, also Beispiele genau durchlesen, meist sind sie nicht wie 1:1 aus der Übung zu lösen.

WS 2014: Im Vergleich zum SS 2012 sind im WS 2014 schon zwei Stoffgebiete (alle elektrotechnischen Grundlagen sowie Prozessmanagement) gestrichen. Außerdem stehen bei den Tests jetzt immer ca. 90 - 100 Minuten zur Verfügung (also um etwa die Hälfte mehr). Meiner Einschätzung nach deckten die Folien und die Übungsbeispiele die Tests zu 100% ab. Ein Blick ins Buch kann natürlich trotzdem nicht schaden (vor allem bei Ungereimtheiten), allerdings wurden die Tests m. E. auf Basis der Folien und Übungen erstellt.

Dauer der Zeugnisausstellung[Bearbeiten]

2-3 Wochen

WS 2014: 1 Woche nach dem dritten Test für Sehr gut (1) bzw. auf Anfrage; ansonsten ca. eine Woche nach dem Nachtragstest.

Zeitaufwand[Bearbeiten]

Kommt darauf an, inwiefern man sich mit diversen Inhalten dieser VU schon beschäftigt hat. Ein HTLer wird sich sicher einfacher tun, als ein AHSler. Aufwand pro Woche ungefähr 5 bis 10 Stunden. Das Lernen für die Tests erspart man sich ziemlich, wenn man alle Beispiele der Übungen immer löst.

Andere Meinung: Das Lernen für die Tests erspart man sich keineswegs, denn die Tests orientieren sich an den Vorlesungen und in den Übungen werden in etwa "nur" 2/3 des Stoffes durchgemacht. Da kommt einiges an Theorie dazu.

Andere Meinung 2: Vorsicht, für die Tests muss man den Stoff (vor allem auch die Theorie) sehr genau gelernt und verstanden haben. Auch wenn man die Übungsbeispiele immer selbst erarbeitet hat, darf man auf gar keinen Fall die Theorie, sprich vor allem auch jene Bereiche, die nicht in den Übungen behandelt wurden, vernachlässigen.

Zeitaufwand: 10-15h pro Woche

Edit SS 2012: Wie bereits oben genannte Meinungen sagen, kann man sich nun nicht mehr das Lernen auf die Tests ersparen. Hier sollte man sicherlich pro Test 10-15 Stunden, beim letzten vielleicht auch ein wenig mehr, einplanen. Die Vorbereitungszeit für die Übungen pendelt so circa zwischen 10-15 Stunden pro Blatt, vor allem bei späteren Blättern. Ob ein HTLer sich leichter tut, sei mal dahingestellt... Auf jeden Fall eines der aufwändigsten und kompliziertesten Fächer der unteren Semester.

Edit SS 2017: Die edits oben verstehe ich nicht. Zumindest für die ersten beiden Tests ist es ohne Lernen, aber viel kreuzen gut (d.h. >80 Punkte auf beide Tests) gelaufen. Noch eine Meinung S2017: Da kann ich nur zustimmen, vor Allem der erste Test war locker zu schaffen, sofern die Übungsbeispiele selbst gelöst wurden. Allerdings würde ich auch sagen, dass zur zweiten Hälfte der LVA der Zeitaufwand dann schon gestiegen ist. Ca. 5-6h pro Übungsblatt und dann einen Tag (6-8h) vor dem 2. und 3. Test wiederholen und lernen.

Edit WS 2017: Der erste Test war dieses Semester mit sehr geringem Lernaufwand schaffbar, allerdings ist es empfehlenswert alte Tests durchzumachen und bei Unklarheiten das Repetitorium zu besuchen. Im zweiten Test stieg der Lernaufwand deutlich an, hier wurde viel Wert auf Verständnis des Stoffes gelegt. Der dritte Test lieferte auch dieses Semester eine große Überraschung, da der Schwierigkeitsgrad deutlich angezogen hat und vor allem nicht mit den Tests aus vorigen Semestern vergleichbar war. Zudem wurden die Beispiele nicht zu 100% von Vorlesung und Übung abgedeckt. TGI sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, auch wenn man vorher eine facheinschlägige HTL besucht hat oder sich bei den Übungsbeispielen leicht getan hat.

Edit WS 2017 #2: Wenn man eine facheinschlägige HTL (z.B. Technische Informatik) besucht hat und den Stoff dort verstanden hat, dann ist TGI sehr einfach. Die ersten 2 Tests sind ohne Lernen auf >90 schaffbar gewesen, der letzte Test hatte einige schwerere Theoriefragen, aber nichts Unschaffbares.

Unterlagen[Bearbeiten]

Micro16 Simulator

Anmerkung: Der Micro16-Simulator im VoWi wird nicht regelmäßig upgedated. Um eine aktuelle Version zu erhalten, bitte den Micro16 von TUWEL herunterladen.

Tipps[Bearbeiten]

  • Durch die doch eher stark angestiegenen Forderungen in den Prüfungen, sowie bei den Grundvoraussetzungen für das bestehen, ist diese LVA mittlerweile zu einer Art "Knock-Out"-LVA geworden. Auch mit fundiertem Vorwissen aus der HTL darf man nicht annehmen bei den Prüfungen durchzukommen, selbst wenn man die Übungen eigenhändig erarbeitet hat. Die Prüfungsaufgaben haben Fallen, die man ohne genaue Kenntnisse des Stoffs nicht immer erkennen kann. Bei Test und Übungsaufgaben immer sehr genau die Angaben lesen, auch wenn sie offensichtlich erscheinen (Stand da ein "nicht", das die ganze Aufgabe negiert? Ist es nur der Betrag des Wertes zu berücksichtigen? Ist die Reihenfolge/Beschriftung anders als gewohnt?). Lässt man sich davon verunsichern kann einem das leicht die Punkte kosten, die man für eine positive Note gebraucht hätte.
    • Stand SS15: Laut den Vortragenden reicht es für eine positive Note aus, wenn man alle Übungsbeispiele selber erarbeitet.
  • Geht zur VO, lasst in einer Übung nicht mehr als 2 Übungsaufgaben aus (besser ist immer alles machen weil die Punkte sonst später nicht mehr so leicht ausgebessert werden können) und am wichtigsten: Lest das Buch bzw. die PDF! Einige Dinge die weder in der Übung noch in den Folien vorkommen können euch sonst abhanden kommen die dann aber trotzdem bei der Prüfung auftauchen.
  • Es gibt bei den Tests (auch hin und wieder mündlich, wenn man bei den Übungen drankommt!) immer wieder Theoriefragen über Details, die nicht wirklich essentiell erscheinen. Auch kleine Anmerkungen und Abschweifungen aus den VOs/PDFs sind (wenn nicht ausdrücklich anders erwähnt) durchaus Stoff für Theoriefragen und verwirrende Sondervarianten bei Angaben, die locker 25% der Punkte ausmachen können. Lest euch alle Testangaben aus den Vorjahren durch und haltet Ausschau nach dieser Art von Fragen! Auch alles was als Übungsbeispiel kommen kann, kann auch als Testfrage in ähnlichen Umfang auftauchen!
  • "Auf 4er lernen" gibt's nicht. Wer ohne Zittern durchkommen will, muss schon auf eine gute Note hinarbeiten, darf kein Unterkapitel vernachlässigen und dann kann man noch immer Glück oder Pech haben.
  • Der Aufwand für eine positive Note ist sicher hoch, flacht dann aber ab (was für Leute, die "auf 4er lernen" natürlich schlecht für, die die "auf 1er lernen" gut ist). Genauigkeit ist bei dieser LVA jedenfalls extrem wichtig und entscheidet mehr noch als Verständnis ob man diese positiv abschließt. Folgefehler werden außerdem nicht berücksichtigt bzw. gibt es nur Punkte für richtige Teile einer Aufgabe. Geht es zum Beispiel darum, eine Hexadezimalzahl in verschiedenen Zahlenformaten zu interpretieren (Zweierkomplement, Exzessdarstellung, etc.) und hat man bei der Umrechnung der Hexadezimalzahl einen Zahlensturz, so wird die komplette Aufgabe mit 0 Punkten bewertet, weil die Zahl nie richtig interpretiert wurde, auch wenn man bis auf den Zahlendreher keinen Fehler machte. Genauigkeit und Konzentration entscheiden bei dieser LVA hier also sehr stark. Die Verfahren muss man also wirklich begriffen und geübt haben, da man immer von kleinen Schlampigkeitsfehlern ausgehen muss, die dann wertvolle Punkte kosten.
    • Stand SS15: Folgefehler werden nun berücksichtig.
Es gibt bei jedem Beispiel Teilpunkte. Wurde nur das Vorzeichen falsch gesetzt, gibt es in der Regel nur einen Punkt Abzug.

—Matiasch Johannes, TUWEL (TGI-2015S)

  • Für die Übungen genug Zeit nehmen. Am Besten nicht erst wenige Stunden vor der Abgabe anfangen, manche Beispiele könnten länger dauern als man es zu Beginn vermuten würde.

Verbesserungsvorschläge / Kritik[Bearbeiten]

noch offen